Eigentlich sind Arbeiten am Auto in Eigenregie tendenziell rückläufig. Vieles ist ohne Spezialausrüstung und vor allem Fachkenntnisse ohnehin nicht mehr zu machen. Die meisten Menschen überlassen Wartung und Reparatur heutzutage den Profis, sprich der Werkstatt. Eine Ausnahme bildet das Autolicht. „Schnell mal ein Birnchen wechseln“ gehört immer noch zu den Dingen, die sich viele zutrauen. Die Zulassungsregeln schreiben sogar inzwischen vor, dass Lampen vom Fahrzeugbesitzer ersetzbar sein müssen. Eventuell dafür notwendiges Werkzeug muss mitgeliefert werden und die Sache ist in der Betriebsanleitung abzuhandeln. Es gibt sogar Länder, in denen Ersatzlampen an Bord sein müssen.

Was heißt „unverzüglich“?

In gewissem Sinn verlangt ja auch das Gesetz, dass sich Autofahrer mit dem Thema beschäftigen. Ausgefallene Lampen seien „unverzüglich“ zu ersetzen, heißt es. Über die Zeitangabe diskutieren Juristen seit Jahrzehnten. Und auch darüber, was zumutbar ist. Klar geäußert haben sich Behörden bislang nur im Fall von Xenonlampen. Die muss niemand in Eigenregie unterwegs austauschen. Grund ist die Hochspannung, die diese Technik beim Einschalten benötigt. Aber dieses und anderes kaputte Licht muss bald wieder leuchten, ob in Eigenarbeit oder von einer Werkstatt erledigt. Das Abwarten der Inspektion ein paar Wochen später dürfte genauso wenig unter „unverzüglich“ fallen wie der angedachte Besuch beim hunderte Kilometer entfernt wohnenden, fachkundigen Verwandten.

Ersatz anschaffen

Vorsorge ist stets nützlich. Wer ein Sortiment Ersatzlampen an Bord oder auch nur in der Garage hat, ist gewappnet. Und das auch, wenn sie oder er den Austausch gar nicht selbst machen will oder kann. Mit dem vorhandenen Material ist ein freundlicher Helfer in der Lage, das Problem zu lösen. Der Lampenvorrat hat noch weitere Vorteile. In manchen Autos sind ungewöhnliche Lampen verbaut, die es nicht überall zu kaufen gibt. Dazu zählt oft schon, wenn die Scheinwerfer nach anderen Lichtquellen verlangen als Halogenlampen der Typen H4 oder H7. Bereits die überhaupt nicht mehr seltene H11 fehlt mitunter an Tankstellen. Der eigene Vorrat kann zudem sicherstellen, dass nur gute Markenware wie Osram ins Auto kommt. Was dagegen in den bunten Kartons oder Kunststoffverpackungen eines Supermarkts in einer wunderschönen Urlaubsregion Südeuropas steckt, weiß nur der Lieferant.

Sehr empfehlenswert ist, die Reservelampen gleich im Doppelpack zu kaufen. Es ist nämlich stets sinnvoll, Lampen paarweise auszutauschen. Also auch die zweite, nicht durchgebrannte, wobei die Betonung auf noch liegt. Dieser Wechsel kann dann allerdings durchaus ein paar Tage warten. Vergessen sollte ihn der auf sein Fahrzeug und die Betriebssicherheit bedachte Autofahrer aber nicht.

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