Der wohl häufigste Fehler, den Autofahrer bei der Nutzung des Autolichts machen, ist, es gar nicht zu nutzen. Unbeleuchtet sollte man eigentlich gar nie fahren. In vielen Ländern ist Tagfahrlicht ohnehin vorgeschrieben und über die serienmäßige Ausrüstung neuerer Fahrzeuge mit Tagfahrleuchten kommt es praktisch immer mehr auf die Straße. Umso mehr lassen sich unbeleuchtete Autos zu jeder Tageszeit besonders leicht übersehen. Der Griff zum Lichtschalter ist reine Gewohnheitssache und die Kosten sind im Vergleich zu den restlichen Ausgaben fürs Autofahren vernachlässigbar.

Richtiges Licht

Der Pflichteinbau von Tagfahrleuchten hat ein Problem geschaffen, das früher eher selten war: Das Fahren mit dem falschen Licht. Hin und wieder sah man mal Einen, der nur mit Standlicht unterwegs war. Heute fallen vermehrt Autos auf, die selbst bei Dunkelheit mit Tagfahrlicht unterwegs sind. Die Fahrer vergessen schlicht das Umschalten auf die volle Beleuchtung. Sensoren verhindern es zwar inzwischen in vielen Fahrzeugen, ansonsten hilft wieder nur der Griff zum Lichtschalter. Übrigens auch in Tunnels. Tagfahrlicht bringt nicht nur deutlich weniger eigene Sicht, sondern blendet in dunkler Umgebung auch mehr als Abblendlicht.

Das Vergessen des Umschaltens aufs Abblendlicht und die damit verbundenen Probleme in der Dämmerung haben beim Tagfahrlicht-Pionier Schweden in den 1980-er Jahren übrigens zum Verzicht auf die zuvor weitgehend genutzten Tagfahrleuchten und dem Ersatz durch eine Automatik für das Abblendlicht geführt. Die Internationalisierung der Regeln haben dies inzwischen wieder rückgängig gemacht.

Sogar das „alte“ Fahren mit Standlicht hat durch die Tagfahrleuchten etwas zugenommen. In manchen Autos hat der Lichtschalter nun eine Position mehr. War früher auf einer gwohnten Stufe das volle Licht an, kommt dort heute mitunter das Standlicht. Eine zusätzliche Raste des Schalters ist dem automatischen Einschalten der Tagfahrleuchten mit der Zündung zugewiesen.

Zu tief

Manchmal verzichten Autofahrer ungewollt auf viel Sichtweite. Grund ist eine zu tiefe Stellung der Scheinwerfer. Grund kann die verstellte Leuchtweitenregelung sein. Das kann schnell passieren. Beim Putzen, zum Beispiel. Oder weil der Regler mit dem für die Instrumentenbeleuchtung verwechselt wird. Es gibt sogar Menschen, die gar nichts von der Leuchtweitenregelung wissen.

Zu viel

Sehr nervig sind blendende Nebelschlussleuchten. Sie werden oft zu früh eingeschaltet. Die Regeln sind von Land zu Land verschieden. In Deutschland gilt: Erst bei Sichtweiten unter 50 Meter und auch wirklich nur bei Nebel. Schnee gilt nicht.

Zu wenig

Ein echtes Sicherheitsproblem ist das Herumfahren mit kaputten Scheinwerfern oder durchgebrannten Lampen. Einerseits kostet zum Beispiel ein ausgefallener Scheinwerfer die Hälfte des Lichts. Zudem erschwert es entgegenkommenden Fahrern die Erkennung als Auto. Defekte Blinker fördern ebenfalls nicht das Miteinander im Verkehr. Nicht nur weil es vorgeschrieben ist, sollten durchgebrannte Lampen wirklich schnell ersetzt werden. Wer clever ist, tauscht auch die noch leuchtende Lampe der anderen Seite gleich mit aus. Sonst fällt die garantiert kurze Zeit später aus

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