Eiskratzen ist eine nervige Angelegenheit. Den meisten Menschen geht es nicht schnell genug. Da ist die Versuchung groß, mit etwas mehr Kraft den Vorgang zu beschleunigen. Das tut schon der Windschutzscheibe oft nicht gut, die dann nach brachialem Kratzen zu Kratzern neigt. Ganz gefährlich ist rüde Reinigungsmethoden für Scheinwerfer. Die Abschlussscheiben moderner Autos sind nämlich mitnichten aus hartem Glas. Sie bestehen aus dem Kunststoff Polykarbonat, bekannt auch unter dem Markennamen Makrolon. Der ist zusätzlich mit einem Lack überzogen, der das Material vor UV-Licht schützt. Sonst würden die Scheiben sehr schnell vergilben. Der verhältnismäßig weiche Lack ist sehr empfindlich. Schon ein Eiskratzer aus Kunststoff kann Riefen hinterlassen. Erst recht gilt das für solche mit Metallkanten, die allerdings auch Windschutzscheiben und Spiegeln gefährlich werden können. Als Richtschnur kann gelten: Was man nicht auf Autolack verwendet, hat auch auf Scheinwerfern nichts zu suchen.

Enteiser verwenden

Die beste Methode, Scheinwerfer und Rückleuchten von Eis zu befreien, ist ein Enteiserspray aus der Pumpflasche. Sprays mit Treibgas sind weniger geeignet, da das meist eingesetzte CO₂ beim Sprühen selbst Kälte erzeugt. Keine gute Idee ist die Heisswassermethode. Der Temperaturschock tut den Teilen selten gut. Sanfter wirkt ein Haarföhn – so man am Abstellplatz eine Steckdose zur Verfügung hat.

Sanft putzen

Eine weitere Gefahr droht dem Auto nicht durch Kälte, sondern in der Silvesternacht. Feuerwerkskörper können so genannte Schmauchspuren hinterlassen. Die meisten sind glücklicherweise nicht so schwer zu entfernen. Reichlich Wasser mit Spülmittel und ein weiches Tuch tun es meist. Wieder gilt es, auf Scheinwerfern nicht zu hart zur Sache zu gehen. Topfreiniger sind kein geeignetes Werkzeug! Unverdünnter Frostschutz für die Scheibenwaschanlage hilft bei stärkeren Flecken.

Vorsicht beim Lampenwechsel

Selbst gute Autolampen brennen eines Tages durch. Und das tun sie gern in Zeiten, in denen der Austausch besonders lästig ist. Bei winterlicher Kälte, zum Beispiel. Dann sind nicht nur die Finger klamm. Die Kunststoffteile sind härter als bei Wohlfühltemperaturen. Wenn sie zudem schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben, sind sie auch spröder. Beim Öffnen von Deckeln oder Befestigungselementen kann leicht etwas brechen. Vom Motor aufgewärmte Scheinwerfer sind wesentlich unempfindlicher. Vor einem winterlichen Lampenausfall ist natürlich sicher, wer die Teile vor der Saison vorsorglich paarweise wechselt.

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