Osram hat in den vergangenen Jahren viel dafür getan, dass Autolampen umweltfreundlich sind. In Lötstellen kommt kein Blei zum Einsatz. Das Lot besteht nunmehr nur noch aus Zinn. Orange Farbschichten auf den Glaskolben von Blinkerlampen enthalten kein Cadmium mehr. Und selbst die winzig kleinen Mengen Blei, die früher in hochwertigem Glas enthalten waren, sind verschwunden. Also richtet keine Signal- oder Halogenlampe Schaden an, wenn sie im Hausmüll landet. Diese Unbedenklichkeit besteht für die überschaubare Menge, die beim Betrieb eines eigenen Autos so anfallen. Werkstätten müssen sich etwas Anderes einfallen lassen.

 

Allerdings ist auch der Gewebemüll nicht der richtige Ort für die Entsorgung der Xenonlampen D1 und D2. Die enthalten nämlich eine kleine Menge Quecksilber. Es handelt sich um halbes Milligramm. Zum Vergleich: Eine Energiesparlampe ohne LEDs liegt mit rund 1,4 Milligramm deutlich darüber und eine alte Leuchtstoffröhre kann sogar das Zwanzigfache der Xenonlampe enthalten. Die Stellen, an denen Energiesparlampen und Neonröhren entsorgt werden, sind denn auch die richtigen für die Autolampen D1 und D2. Die beiden Typen sind auch entsprechend markiert. Ein durchgestrichener Mülleimer schließt den Hausmüll aus. Zusätzlich geben die Buchstaben „Hg“ an, dass Quecksilber im Spiel ist. Die Abkürzung steht für Hydrargyrum, dem lateinischen Wort für das Metall.

 

Neuere Xenonlampen enthalten kein giftiges Quecksilber mehr. In den Typen D3, D4, D5 und D8 hat es Osram durch die unbedenklichen Stoffe Zink und Zinkjodid ersetzt. Seit Juli 2012 dürfen in Neuwagen nur noch diese Lampen verbaut sein. Leider können sie die älteren Typen nicht ersetzen, weshalb die verbreiteten D1 und D2 weiterhin und zeitlich unbegrenzt verkauft werden dürfen. An den Regeln für die Entsorgung ändert sich selbstredend nichts.

 

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