Bremsen. Lenkung. Räder. Diese Komponenten fallen den meisten Autofahrern als erste ein, wenn sie an Sicherheit beim Autofahren denken. Und natürlich sind es lebenswichtige Teile. Deshalb werden sie anlässlich der Hauptuntersuchung auch bei Tüv & Co. Besonders gründlich gecheckt. Man möchte also meinen, dass es an Bremsscheiben, Belägen, Lenkmanschetten und ähnlichen Stellen die meisten Beanstandungen gibt. Weit gefehlt. An erster Stelle der Mängellisten steht stets das Licht. In den ersten Jahren eines Autolebens sind es die Abblendscheinwerfer, an denen die meisten Probleme auftreten. Sie haben auch später noch einen vorderen Platz bei den Beanstandungen, doch so ab sieben Jahren kommen die Rückleuchten häufiger vor.

 

Dabei ist es weder besonders schwer, noch richtig teuer, das Autolicht im Top-Zustand zu halten. Durchgebrannte Lampen kosten nicht die Welt, jedenfalls verglichen mit Teilen für die Bremse. Das Auswechseln lässt sich sogar oft selbst erledigen. Wenn nicht, leert die Arbeit in der Werkstatt kaum die Brieftasche. Und Qualitätsprodukte renommierter Hersteller wie Osram tun es auch nicht.

 

Das Problem liegt womöglich darin, dass Licht nicht als sicherheitsrelevant angesehen wird. Doch das ist es. Was hilft eine Superbremse, die ein Auto aus Tempo 100 nach 35 oder 40 Meter zum Stehen bringt, wenn der Fahrer bei Nacht nicht so weit sehen kann? Mit einer schlechten, womöglich gar ausgefallenen Scheinwerferlampe oder einer falschen Einstellung des Lichts sinkt die Sichtweite schnell auf entsprechend niedrige Werte. Die Beleuchtung hat noch nicht einmal nur bei Nacht starke Auswirkungen auf die Sicherheit. Ausgefallene Bremsleuchten können Auffahrunfälle verursachen, fehlerhafte Blinker an Abbiege-Crashs schuld sein. Und in allen Fällen sind die reinen Sachschäden schon um Größenordnungen teurer als die Investitionen in ein Paar guter Lampen und eine fachgerechte Scheinwerfereinstellung.

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