Alles Licht am Auto braucht Energie. Er kommt aus dem Generator, der früher, als das Licht den Strom nur mit der Zündung teilen musste, „Lichtmaschine“ genannt wurde. Der Begriff hält sich zäh, obwohl heute nur noch ein kleiner Teil der elektrischen Energie im Auto in die Beleuchtung fließt. Und damit sind wir beim Thema. Beim Licht kann ein Autofahrer in der Praxis kaum Kraftstoff und damit Emissionen sparen.

 

Natürlich ist der Strom im Auto weder kostenlos, noch ist es egal, welche Leistung der Generator gerade liefern muss. Die Kilowattstunde kostet zwischen 1,30 und 1,50 Euro. Und dann muss mit einem Irrtum mancher Menschen aufgeräumt werden. Auch wenn der Generator stets im Betrieb mitläuft, so entnimmt er je nach Bedarf der Verbraucher im Auto unterschiedlich viel Leistung vom Motor. Es ist also nicht egal, wie viel Strom im Auto gezogen wird.

 

Nur ist der Anteil von Scheinwerfern und Leuchten am Gesamtverbrauch elektrischer Energie im Auto sehr gering. Bei der einfachsten konventionellen Technik mit Glühlampen und Halogenscheinwerfern liegt er im Dauerbetrieb nur bei rund 150 Watt. Zum Vergleich: Das Gebläse von Heizung und Klimaanlage steht bei den meisten Autofahrern nicht so als Stromschlucker im Fokus, doch es nimmt bis zu 800 Watt auf. In der gleichen Größenordnung liegt das Kühlergebläse. Die Heckscheibe wird mit 300 bis 600 Watt beheizt. Der Trend zu immer aufwändigeren Infotainment-Anlagen bringt einen Stromverbrauch mit sich, der sich oft mit dem des (vollen) Lichts vergleichen lässt.

Den 150 Watt eines vollen Halogenlichts stehen heutzutage nicht selten 150 Kilowatt beim Motor gegenüber. Das ist das Tausendfache. Entsprechende 204 PS und mehr liefern heute nicht nur Supersportwagen, sondern auch betuliche Mittelklasseautos. Gewiss, diese Leistung wird nicht immer entnommen, aber der Vergleich des Fahrens mit oder ohne Licht zeigt sich beim Verbrauch höchstens rechnerisch in einer Stelle weit hinter dem Komma. Jedes unnötige, dezimeterweise Vorrücken vor einer roten Ampel kostet mehr. Ebenso 0,1 Bar zu geringer Luftdruck in den Reifen.

 

Etwas Sparen ist möglich

Wer sich dem Zauber der Berechnung nicht entziehen mag, kann tatsächlich Sprit und Schadstoffaustausch mindern, wenn auch nur in sehr geringen Dosen. So verbraucht Tagfahrlicht aus den speziellen Leuchten klar weniger. Selbst aus den älteren in Halogentechnik sind es unter 20 Watt. Die heute nahezu ausschließlich verbauten LED-Tagfahrleuchten ziehen noch einmal zehn weniger. Ein Hauptscheinwerfer mit der Performance einer H4-Lösung ist mit LEDs bei einer Leitungsaufnahme von zwölf bis 15 Watt möglich. Er bringt etwas in kleinen Autos ohne Übermotorisierung. Zum Vergleich: Die H4 benötigt 55 Watt. Die Top-Scheinwerfer in LED-Technik sind dagegen meist keine Sparwunder. Ihr Energieverbrauch liegt in der Größenordnung von Xenon-Licht, das mit seinen zweimal 35 Watt allerdings auch bereits sparsamer ist als Halogen.

 

Anderes Gutes fürs Klima

Beim Einsatz des Autolichts ist also kaum eine Einsparung möglich. Doch bewusstes Handeln kann Ressourcen sparen. Longlife-Lampen wie die Ultra Life von Osram halten bis zu dreimal länger und nutzen dabei die bei ihrer Produktion eingesetzte Energie und die Rohstoffe entsprechend besser aus. Zusätzlich recycelt Osram die in der Produktion anfallenden Reste des hochwertigen Hartglases ebenso wie die des Edelmetalls Wolfram, aus dem die Glühwendel hergestellt wird. So etwas ist nicht bei allen Herstellern üblich.

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