Viele Texte beginnen in dieser Zeit mit der Aussage: „Die Tage werden kürzer“. Das ist Nonsens, denn ein Tag ist das ganze Jahr über genau 24 Stunden lang. Bei ausgeschaltetem Besserwisser-Modus bleibt die Tatsache, dass nun die Zeiten mit Tageslicht schwinden. Der Fahrzeugbeleuchtung fällt eine erhöhte Bedeutung zu und wird damit gleich doppelt wichtig. Denn viele Menschen nutzen das Auto in der kalten Jahreszeit mehr als in den Monaten, in denen das Fahrrad eine Alternative darstellt.

Was ist zu tun, damit alles am Auto den ganzen Herbst und Winter lang makellos leuchtet? Experten raten:

Rechtzeitig checken

Jetzt sollte sich jeder Autobesitzer ein paar Minuten Zeit für einen kurzen Check nehmen. Drei Rundgänge ums Auto zeigen, ob alle Lampen intakt sind. Zunächst nur das Standlicht einschalten und überprüfen, dass ab Front und Heck alles leuchtet. Gern vergessen oder übersehen wird dabei die Nummernschildbeleuchtung. An Autos mit gelben Sidemarkern müssen natürlich auch die funktionieren – vorn gelb und hinten gelb oder rot. Bei aktiviertem Abblendlicht und eingeschalteter Warnblinkanlage müssen dann beide Scheinwerfer Licht abgeben und alle Blinkleuchten im korrekten Takt aufleuchten. Bei diesem Schritt gilt es, die Seitenblinker in den Kotflügeln oder Spiegeln nicht zu vergessen. Der letzte Rundgang gilt dem Fernlicht, das übrigens mit einer blauen Kontrolllampe im Cockpit gemeldet werden muss. Kniffelig kann der Check des Bremslichts werden, wenn kein Helfer zur Verfügung steht. Ein großer Spiegel oder eine Glaswand können ihn ersetzen. Ein modernes Hilfsmittel ist das Smartphone. Im Videomodus auf das Fahrzeugheck ausgerichtet und fixiert, liefert ein aufgezeichnetes Video die Gewissheit über die Funktion der Bremsleuchten. Auf die dritte, hochgesetzte Bremsleuchte achten!

Tagfahrleuchten

Sehr viele Autos haben inzwischen automatische Tagfahrleuchten. Bei eingeschalteter Zündung, aber ohne zusätzliches Licht checken! Sowie auch nur das Standlicht zugeschaltet wird, müssen sie verlöschen oder dunkler werden. Auf letzteres gilt es besonders bei nachgerüsteten Tagfahrleuchten zu achten. Oftmals wurden sie einfach nur parallel zu den Begrenzungsleuchten – Teil des Standlichts – angeklemmt. Das ist falsch und verboten.

An Nebelbeleuchtung denken

Ist das Auto mit Nebelscheinwerfern ausgerüstet, müssen die auch betriebsfähig sein. Es sind unterschiedliche Schaltungen gebräuchlich. Manchmal arbeiten sie nur zusammen mit Stand- und Abblendlicht. Zumindest das Standlicht aber muss sein. Häufig ist inzwischen die zusätzliche Nutzung von Nebelscheinwerfern als Abbiegelicht. Dessen Funktion lässt sich übrigens auch mit dem oben genannten Video-Trick überprüfen. Im Gegensatz zu Nebelscheinwerfern sind ein oder zwei Nebelschlussleuchten Pflicht. Man checkt sie bei eingeschalteter Zündung und Abblendlicht. Eine orange Kontrolllampe muss ihre Funktion melden.

Abhilfe jetzt!

Leuchtet alles wie gewünscht und vorgeschrieben, bleibt noch die Frage nach der Scheinwerfereinstellung. Es braucht schon ein sehr gut geschultes Auge, um da Fehler ohne ein Einstellgerät zu erkennen. Im Oktober lässt sich leicht Gewissheit schaffen. Werkstätten checken das gesamte Licht einschließlich der Einstellung im Rahmen des Lichttests kostenlos. Der zuvor durchgeführte Do-it-yourself-Check macht dennoch Sinn. Ist eine Lampe durchgebrannt, kann man selbst Abhilfe schaffen und dabei Lampen nach den eigenen Wünschen einbauen. Also beispielsweise Upgrade-Lampen wie die Night Breaker von Osram in den Scheinwerfern oder die schicken Diadem-Blinklampen. In beiden Fällen ist aus technischen und optischen Gründen aber der paarweise Tausch sehr zu empfehlen.

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