Es gibt viele Ursachen für schlechtes Licht. Doch die meisten lassen sich in vier Bereiche eingrenzen:

Scheinwerferlampen sind für 13,2 Volt optimiert. Jedenfalls solche für Personenwagen. Es soll schon Autofahrer gegeben haben, die auf einem Autohof „schnell mal eine H7“ gekauft haben und dann über ein extrem funzeliges Licht empört waren. Dabei haben sie schlicht nicht bedacht, dass Autohöfe mehrheitlich von Lastwagenfahrern aufgesucht werden. Und deren Fahrzeuge haben ein 24-Volt-Netz. Spaß beiseite: Wer ein Multimeter hat, kann die Betriebsspannung prüfen. Zunächst an der Batterie: Bei laufendem Motor sollten dort mindestens die erwähnten 13,2 Volt anliegen. Gut wären 13,5 bis 14 Volt. Versierte Schrauber checken dann die Spannung am Scheinwerfer. Aber bitte mit Vorsicht! In der Enge des Motorraums ist schnell ein Kurzschluss hergestellt und die Scheinwerferzuleitungen sind mitunter nicht mit einer Sicherung geschützt. Auch an Xenonscheinwerfern verbietet sich die Messung. Erstens tritt dort beim Einschalten Hochspannung mit mehreren zehntausend Volt auf. Zweitens reagiert das Xenonlicht kaum auf Spannungsschwankungen.

Liegt die Bordspannung außerhalb des Bereichs von 13,2 bis 14 Volt, ist die Werkstatt gefragt.

Neue Lampen

Jede Halogenlampe verliert im Laufe des Betriebs an Lichtleistung. Gegen Ende der Lebensdauer können es 30 Prozent weniger sein. Bei Xenonlampen fehlt zum Schluss sogar mehr als die Hälfte. Der Austausch vor dem Durchbrennen bringt die volle Leistung zurück. Besonders lohnend kann es nach dem Kauf eines Gebrauchtwagens sein. Denn in diesem Fall weiß man ja nicht, welche Qualität die eingebauten Lampen haben. Es gibt da nämlich große Qualitätsunterschiede. Seriöse Lampentests zum Beispiel in Auto Bild haben gezeigt, dass No-Name-Fabrikate schon mal weniger als die Hälfte des vorgeschriebenen Lichts bringen. Auch das Upgrade auf eine Hochleistungslampe wie die Night Breaker Ultimate von Osram bringt wieder besseres Licht.

Reflektor

Scheinwerfer altern wie das gesamte Auto. Betroffen sein kann der Reflektor. Rost ist heute kein Thema mehr, denn das Teil ist in aller Regel aus verspiegeltem Kunststoff.  Es gibt jedoch eine Reihe von ungünstigen Einflüssen, die die hochglänzende Oberfläche schädigen. Einer ist der brutale Einsatz von Hochdruckreinigern. Kommt durch ihn Wasser, im Extremfall gar versetzt mit Reiniger, ins Gehäuse, hinterlässt das im besten Fall Kalkflecken. Schon diese stören die optischen Eigenschaften. Also Vorsicht mit der Reinigungslanze! Leider lassen sich die Reflektoren aktueller Scheinwerfer nur selten einzeln austauschen. Das gleiche gilt für die Abschlussscheiben. Auf denen stören viele Kratzer die optischen Eigenschaften leider ebenfalls.

Einstellung

Eine der häufigsten Ursachen für schlechtes Licht – oder besser: schlechte Sicht – ist eine falsche Scheinwerfereinstellung. Eine Kontrolle lohnt sich eigentlich immer am Ende jeder anderen Maßnahme. So leuchten neue Lampen die Straße noch präziser aus, wenn der Scheinwerfer mit ihnen neu justiert wurde. Der Erfolg zeigt sich womöglich nicht auf den ersten Metern vor dem Auto, sondern jenseits von 50 Metern auf der rechten Straßenseite. Besonders wichtig ist die Neueinstellung, wenn der Wechsel von fragwürdigen No-Name-Lampen auf Markenware vollzogen ist. Der Grund: Lag die alte Lichtquelle außerhalb der Toleranzen, wird die Einstellung nicht zu den neuen Lampen passen.

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