Zunächst einmal die ganz klare Botschaft: Upgrade-Lampen wie die Night Breaker von Osram passen in jeden Scheinwerfer, der für den Typ – also beispielsweise H4 oder H7 – ausgelegt ist. Diese Kompatibilität ist eine Grundvoraussetzung der Zulassung. Und sie bringen auch in jedem Scheinwerfer Vorteile. So liegt ihr Lichtstrom nahe an der oberen Grenze und die beliebte höhere – sprich: bläulichere – Farbtemperatur darf man auch dazu zählen. Doch je nach Art der eingesetzten Lichttechnik bringen Night Breaker Unlimited und ihre Schwester Night Breaker Laser unterschiedlich große Vorteile.

Abblendlicht

Die mit Abstand am häufigsten eingesetzte Beleuchtung am Auto ist die Domäne der Night Breaker. Dafür sind sie optimiert. Die höchsten Gewinne an Reichweite erzielen diese Lampen in Scheinwerfern mit Reflektionssystemen, also solchen ohne Linsen. Der technische Trick ist, dass die am hellsten leuchtenden Teile der Glühwendel sehr klein sind. Je kleiner, desto heller und besser ist das Motto. Ideal wäre eine punktförmige Lichtquelle. Die Entwickler sprechen von hoher Luminanz. Der Scheinwerferreflektor kann damit möglichst viel Licht an die wichtigen Bereiche der Straße bringen. Das sind Stellen in einer Entfernung zwischen 50 und 90 Meter. Wo es eher verzichtbar ist, kommt weniger an. So ist das beispielsweise direkt vor dem Auto der Fall.

In Projektionssystemen übernimmt die Linse in einem optischen System bereits die optimale Verteilung des Lichts auf die weiter entfernten Stellen. Die Lampe und ihre Luminanz haben dabei einen geringeren Einfluss als bei den Reflektionsscheinwerfern. Wegen ihres optimierten Lichtstroms bringt eine Night Breaker zwar auch hinter Linsen einen Vorteil, aber er ist nicht so ausgeprägt. Der Lichtstrom, gemessen in Lumen, ist ja per Vorschrift begrenzt. Da lässt sich nicht so viel machen. Anders ist es bei der Luminanz, an der die Entwickler von Osram in den vergangenen Jahren viel gefeilt haben.

Fernlicht

Ähnlich sieht es generell beim Fernlicht aus. Dessen Reichweite ist überwiegend vom Lichtstrom bestimmt. Eine Verdoppelung der Sichtweite, wie sie beim Abblendlicht aus manchen Reflektions-Scheinwerfern möglich ist, darf man beim Fernlicht nicht erwarten. Allerdings ist die Reichweite des vollen Lichts ja ohnehin deutlich höher.

Nebelscheinwerfer

Hier kann eine Night Breaker einen Teil ihrer Vorteile ausspielen. Das Nebellicht hat ja, ähnlich wie beim Abblendlicht, eine Hell-Dunkel-Grenze. Arbeitet der Nebelscheinwerfer mit einem Reflektor, was die meisten tun, hilft wieder die hohe Luminanz. Das Licht bleibt dort, wo es hingehört. Nur sehr wenig gelangt oberhalb der Hell-Dunkel-Grenze. Dort würde es die Eigenblendung bei Fahrten im Nebel erhöhen. Insgesamt optimiert die Upgrade-Lampe die Lichtverteilung eines Nebelscheinwerfers. Keine große Veränderung dürften nur bei jenen (wenigen) Modellen zu verzeichnen sein, die auch beim Nebellicht auf Projektionssysteme mit Linsen setzten. Dann gilt wieder, was oben beim Abblendlicht dazu gesagt wurde.

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