Bis auf eine Lichtfunktion lassen sich alle durch einen kurzen Rundgang ums Auto checken. Die Ausnahme ist das Bremslicht. Dafür braucht es einen Helfer, von dem beim Tritt auf die Bremse die gute Nachricht kommt: Es leuchtet. Genauer gesagt, sollen ja alle drei leuchten. Nur noch sehr wenige, alte Autos haben keine dritte hochgesetzte Bremsleuchte. Aber leider haben auch nicht alle modernen Modelle eine Glühlampenüberwachung, die einen Ausfall im Instrument melden würde.

Doch was tut der um eine funktionierende Beleuchtung beflissene Autofahrer, wenn gerade keine Hilfskraft zum Check zugegen ist? Gewiss, man kann rückwärts vor eine Wand fahren und den roten Schein beurteilen. Vielleicht lassen sich sogar drei Lichter unterscheiden. Kaum aber dürfte es möglich sein, einzelne ausgefallene Lampen oder LEDs in der dritten Bremsleuchte so zu erkennen.

Wenn Bierkästen bremsen

Da kommt der Autobesitzer schon mal auf die Idee, das Bremspedal mit irgendeiner Vorrichtung gedrückt zu halten, während er hinter dem Auto rot leuchtende Dreifaltigkeit bewundert. Die Tipps dazu reichen von einem zwischen Sitz und Pedal geklemmten Kochlöffel und einem Bierkasten als Tritt-Ersatz. Beides ist nicht stets zur Hand. Ganz anders sieht es mit einem Gerät aus, das die meisten Menschen ständig bei sich tragen: Das Smartphone. Es kann bei der Kontrolle der Bremslichter helfen und das sogar ohne jede spezielle App.

Bremslicht auf YouTube?

Wie geht das? Einfach das Telefon auf einer Mauer, einem Stuhl oder in jeder anderen geeigneten Weise so hinter dem Auto positionieren, dass die Kamera das gesamte Heck im Blick hat. Dann die Videoaufnahme starten. Das Smartphone zeichnet nun auf, was die Bremsleuchten beim Tritt auf das Pedal von sich geben. Das Ergebnis ist so etwas wie ein Bremslicht-Selfie.

Nicht für den Check notwendig, aber recht interessant kann der Einsatz der Zeitlupenaufnahme sein. Hat das Auto noch zwei Bremsleuchten mit Glühlampen, aber in der dritten LEDs, zeigt das Video wie unterschiedlich schnell die Lichter aufleuchten. Während die Leuchtdioden sofort hell sind, brauchen die Glühlampen rund eine viertel Sekunde bis zur maximalen Lichtstärke.

Ob die so entstandenen Videos es wert sind, auf YouTube zu landen, darf jeder selbst entscheiden.

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  • In grauer (Smartphone-loser) Vorzeit hab ich es mit dem Warndreieck gemacht. Das hat man ja auch immer dabei.
    Ich hab es (in der Box belassen) zwischen Fahrersitz und Bremspedal geklemmt…