Wer sein Auto nachträglich mit Licht aus LEDs verschönern will, stößt schnell an Grenzen. Glühlampen in der vorgeschriebenen Beleuchtung dürfen nicht gegen die sogenannten Retrofits ausgetauscht werden. Das sind Leuchtdioden mit einem Sockel, wie ihn die hergebrachten Lampen haben. Leider sind diese Lichtquellen nicht genormt. Es passen eben nur der Sockel und nicht unbedingt auch die Lichtwerte. Eine Grenze anderer Art ist die wirtschaftliche. Der legale Umbau auf komplette LED-Rückleuchten mit Zulassung ist teuer.

 

Da bleiben nur die Innenbeleuchtung und die in Koffer- oder Laderaum für die Verschönerung per LED, oder? Es gibt Lichtanwendungen, die außen und legal sind. Genauer gesagt sind es solche, die nur schwach leuchten und deshalb keine Zulassung nach ECE-Regelungen benötigen. Außerdem dürfen sie nur im Stand überhaupt in Betrieb sein. Drei Beispiele:

 

  1. Bodenleuchten in Spiegeln oder der Unterseite der Türen sorgen dafür, dass die Insassen beim Ein- und Aussteigen im Dunkeln nicht blind in eine Pfütze oder Schlimmeres treten.
  2. Rote Leuchten, die in und vor geöffneten Türen warnen. Gibt es auch an Kofferraumhauben und Hecktüren.
  3. Türgriffbeleuchtung. Obwohl nur sehr schwach, darf auch sie nicht während der Fahrt in Betrieb sein. Hier gibt es allerdings kaum Nachrüstbedarf mit LEDs. Praktisch alle Autos mit diesem chicen Feature nutzen bereits Leuchtdioden für die Funktion.

 

Auf passende Retrofits achten

In den ersten beiden genannten Anwendungen tun meist Glassockellampen des Typs W5W mit fünf Watt Dienst. Ein entsprechendes Retrofit darf nicht mehr Licht abgeben als die ursprünglich dafür vorgesehene Glühlampe. Sonst kommt die gesamte Einheit dann womöglich doch in den Bereich der zulassungspflichtigen Leuchten. Ein weiterer Punkt sind die Abmessungen des Retrofits. Die Leuchten in Spiegeln oder Türen sind meist eher klein. Damit ein Ersatz-LED auch wirklich passt, sollte es nicht größer sein als die Glühlampe. Deren Abmessungen sind ja genormt; die von Retrofits eben nicht.

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