Diese Frage kommt immer wieder auf: Wie kann eine Scheinwerferlampe über hundert Prozent mehr Licht bieten als eine andere, wenn beide doch die gleiche Leistung haben und den gleichen Lichtstrom abgeben? Hier kommt die Leuchtdichte ins Spiel, die eben nicht auf der Verpackung steht. Physiker und Lichtspezialisten definieren sie als Lichtstärke pro Fläche oder auch Candela pro Quadratmeter. Aber beides kann man gleich vergessen. Wichtig zu merken wäre: Je kleiner die Fläche ist, die das Licht abgibt, desto besser. Jedenfalls ist das bei einer Lichtquelle wie der Lampe so. Zu einem anderen Fall kommen wir später.

Ein Scheinwerfer kann das Licht besonders effektiv an die wichtigen Stellen der Straße projizieren, wenn es aus einer möglichst kleinen Fläche kommt. Besonders gut funktioniert das in Scheinwerfern ohne Linsen. In ihnen sind dann die erwähnten Zuwächse an Licht möglich. Es hängt allerdings sehr vom individuellen Scheinwerfer ab, wie hoch sie ausfallen.

Die Leuchtdichte ist nicht in Vorschriften geregelt. Die Ingenieure können also an ihr drehen. Das haben sie beispielsweise bei der Night Breaker von Osram getan. Die am hellsten leuchtenden Stellen der Glühwendel sind sehr klein und der Scheinwerfer kann das Licht deshalb aus dem Brennpunkt heraus sehr genau lenken. Unbegrenzt lässt sich dieses Feintuning aber nicht betreiben, sonst würde die thermische Belastung zu groß. Sprich: Der dünne Draht der Wendel würde sehr schnell schmelzen und die Lampe durchbrennen.

 

Leuchtdichte ist also gut – oder nicht?

Eine hohe Leuchtdichte ist also vorteilhaft, wenn es um Halogenlampen geht. Anders sehen es die meisten Autofahrer, wenn das Licht entgegenkommender Autos aus sehr kleinen Scheinwerfern kommt. Auch da ist eine hohe Leuchtdichte im Spiel, diesmal bei der Austrittsfläche. Sie wirkt auf das Auge blendend, obwohl sie es eigentlich gar nicht ist. Kleine Linsenscheinwerfer haben bei gleicher Lichtstärke und damit vergleichbarer Performance eine höhere Leuchtdichte wie jene mit größeren Linsen. Auch von Tagfahrleuchten mit einzelnen, sehr hellen LEDs fühlen sich manche Menschen gestört. Vor allem in Tunnels oder der Dämmerung. Aber dann soll man ja ohnehin mit Abblendlicht fahren. Und wenn das aus Halogenlampen kommt, ist die die Leuchtdichte darin ja gut

 

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