Ein dunkler Parkplatz in einer unbekannten Wohngegend. Der nicht gut befestigte Weg vom Abstellplatz des Autos zu einem Ferienquartier. Die geizig beleuchtete Tiefgarage – alles Stellen an der sich Autofahrer schon mal mehr Licht beim Verlassen des Autos oder vor dem Einsteigen wünschen. In vielen Fällen ist das über spezielle Lichtfunktionen möglich. Die eine oder andere ist allerdings Vielen gar nicht bekannt. Dazu zählt wohl die Safe-Home-Schaltung.

Nach dem Abstellen des Motors mal kurz die Lichthupe zu ziehen und schon leuchten die Scheinwerfer den Weg vor dem Auto für eine begrenzte Zeit aus. Je nach Modell verlöscht das Licht von allein nach einer halben bis zu zwei Minuten. Vielfach lässt sich die Zeit in den Menüs der Einstellungen sogar in mehreren Stufen wählen. Wer das Feature kennt, findet es toll und nutzt es sicher auch hin und wieder. Andere kommen eher versehentlich mal beim Aussteigen an den Abblendhebel und versuchen dann verzweifelt, das Licht abzustellen – und setzen die Leuchtzeit dabei immer wieder auf Beginn.

Autofahrern in den der USA wird das kaum noch passieren. In den Staaten ist die Funktion praktisch seit Jahren Serie. Gedacht ist sie als Schutz vor Überfällen auf den paar Metern – pardon: Fuß – vom Fahrzeug zum heimischen Herd. Amerikaner kennen die Sache schon viele Jahre und nutzen sie dementsprechend häufig. Wen sie in der Alten Welt sehr stört, kann sie in den Einstellungen meist dauerhaft deaktivieren. Manchmal braucht es dafür aber die Werkstatt und ihren Softwaretester.

 

Aus dem Sicherheitsbedürfnis von Autofahrern der Neuen Welt ist auch ein weiterer Lichteinsatz entstanden. Das Einschalten der Innenbeleuchtung zusammen mit der Fernsteuerung der Zentralverriegelung erleichtert den Blick von außen ins Innere und die Versicherung, dass Rücksitz und hinterer Fußraum nicht von einem Räuber besetzt sind. Überfälle mit der Masche des überraschenden Zugriffs von hinten sind offensichtlich in den USA gar nicht so selten. Manche moderne Alarmanlage setzt übrigens sogar einen Herzschlagsensor ein, um die Belegung des geparkten Autos schon per Funkübertragung auf den Schlüssel zu signalisieren.

Ansonsten und andernorts ist die Funktion einfach nur praktisch, um sich in der Dunkelheit beim Einsteigen zurechtzufinden. Deshalb wird bei vielen Autos beim Aufschließen auch das Standlicht und die eventuell vorhandene Außenbeleuchtung an den Türen mit aktiviert. Andere benötigen dafür einen weiteren Knopfdruck auf der Fernbedienung der Zentralverriegelung. Approach Light nennt sich das, also in etwa „Ankunftslicht“.

 

Willkommen an Bord

Noch eher neu ist, dass Autohersteller das Auf- und Zuschließen ihrer Produkte als „Welcome Lighting“ geradezu zelebrieren. Da werden dann Lichtteppiche neben die Türen projiziert und die Beleuchtung innen und außen „orchestriert“, wie die Werbung berichtet. Lauflichter in Rückleuchten, das auf die Straße projizierte Logo des Fahrzeugherstellers oder gar ein ständig beleuchtetes auf der Haube sind aber eher keine Komfort- oder Sicherheitsfunktionen. Ob sie gefallen, ist eine Frage des Geschmacks, über den man sich nicht streiten sollte. Erwägenswert sind allerdings Bedenken, dass eine allzu üppige Nutzung von Blinkern und rotem Licht andere Verkehrsteilnehmer irritieren kann. Darüber diskutiert auch die für entsprechende Regelungen zuständige Economic Commisson for Europe, ECE.

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