Vielen Autofahrern fällt eine schlechte Scheinwerfereinstellung zumindest nicht gleich auf. Für kleine Abweichungen braucht es schon einen erfahrenen Blick. Es müssen also durchaus erhebliche Veränderungen sein, damit die Frage nach dem Grund der Verstellung aufkommt. Ein im wahrsten Sinn des Wortes deutliches Zeichen sind wiederholt kurz aufblendende Fahrzeuge des Gegenverkehrs. Das heißt, dass da etwas blendet. Aber wie kommt das?

Recht klar ist die Sache, wenn kurz zuvor eine kaputte Lampe gegen eine neue ausgetauscht wurde. Dann lagen die Daten entweder die alten oder der neuen Lichtquelle nicht innerhalb der Toleranzen. Die Glühwendel einer Autolampe muss nämlich auf hundertstel Millimeter genau im Scheinwerfer platziert sein damit das Licht nicht irgendwohin, sondern an die richtigen Stellen der Straße gelangt.

Das ist mit einer Lampe von Osram und ihrer hohen Fertigungsqualität eigentlich gewährleistet. Probleme kann es jedoch geben, wenn im Scheinwerfer vor ihrem Einsatz eine Lampe Dienst tat, die außerhalb der Toleranzen lag. Wurde das Licht dann auf diese eingestellt, stimmt die Lichtverteilung mit der neuen, guten Lampe nicht mehr. Nur beim Ersatz einer Markenlampe durch eine gleichwertige andere kann man in der Regel auf die Neueinstellung verzichten. Die Arbeit kostet übrigens deutlich mehr als es der Preisunterschied zwischen einem Markenprodukt und einer No-Name-Lampe ausmacht.

Aber auch nicht korrekt in der Fassung sitzende Lampen lenken das Licht an die falschen Stellen. Der Sockel einer Scheinwerferlampe muss nicht „irgendwie“ an seinem Einbauplatz sitzen, sondern exakt. Das gewährleisten Rastnasen, Bajonettfassungen oder Federspangen. Beim schnellen Wechsel durch Ungeübte passieren hier grobe Fehler, die dann auch nicht durch eine Neueinstellung zu kompensieren sind.

Weitere Fehler

Es gibt allerdings Ursachen für verstellte Scheinwerfer, die nichts mit einem Lampenaustausch zu tun haben. So kann selbst ein kleiner Rempler die Befestigungsstellen an der Karosserie verrückt haben. So etwas lässt sich manchmal ohne weitergehende Reparatur durch eine Neueinstellung in der Werkstatt einfach korrigieren. Sehr nervig sind dagegen Fehler in der Leuchtweitenregelung, bei denen der Scheinwerfer in die unterste Position fährt. Dann ist mit der Leuchtweite nicht mehr viel her. Die Reparatur der Leuchtweitenregulierung ist dann die einzige Möglichkeit, den Blindflug zu vermeiden.

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