Die Tage werden kürzer und das Fahren mit Abblendlicht häufiger. So sollte es jedenfalls sein. Leider vergessen oder versäumen viele Autofahrer derzeit das rechtzeitige Umschalten vom Tagfahrlicht zur vollen Beleuchtung. Fein raus ist, wer ein Fahrzeug mit Dämmerungssensor hat. Dann passiert es automatisch. Für den Rest gilt, was das Wort eigentlich schon andeutet: Tagfahrlicht ist nur für das Fahren bei Tageslicht gedacht und sinnvoll.

Tagfahrleuchten unterscheiden sich nicht nur bei der Helligkeit vom Abblendlicht. Sie strahlen ihr Licht auch ganz anders ab. Damit sie bei hellem Sonnenschein noch gut sichtbar sind, leuchten sie wie ein Fernscheinwerfer. Nur eben nicht so stark. Bei Dunkelheit oder auch schon in der Dämmerung blendet das Tagfahrlicht aber durchaus.

Dunkel am Heck

Es gibt noch weitere gute Gründe für das Umschalten auf Abblendlicht. Etliche Autohersteller lassen das Rücklicht beim Betrieb mit Tagfahrlicht leider ausgeschaltet. Das Auto ist also bei schlechten Lichtverhältnissen hinten unbeleuchtet. Das samt der erwähnten Blendung ist übrigens schon am Tag ein Problem in Tunnels oder düsteren Unterführungen.

Wer den rechtzeitigen Griff zum Lichtschalter vergisst, riskiert in Deutschland ein Verwarnungsgeld ab 20 Euro. Passiert im Zusammenhang mit falschem Licht ein Unfall, wird es teurer. Weder Strafen, noch lichttechnische Zusammenhänge sprechen für einen weiteren Punkt, der das Fahren mit vollem Licht sinnvoll macht: Die Gefahr, dass Scheinwerfer innen beschlagen ist beim Fahren mit vollem Licht deutlich geringer.

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