Ja, was leuchtet denn da?

Das Geheimnis einer langjährigen Beziehung sei, dass der Partner einen auch nach vielen Jahren noch überraschen kann. Sagt man. Die Beziehung zu unserem Familienkombi dauert nun tatsächlich schon länger, als das ursprünglich geplant war. Von einem Partner möchte ich hier nicht sprechen, aber das mit den Überraschungen – das bekommt der betagte Großraum-Gleiter noch immer gut hin. Als ich gestern Nacht auf dem Heimweg von einer Hochzeitsfeier die rechte Hand vom Automatikwählhebel mal ein wenig weiter oben zurück zog, leuchtete sie irgendwie leicht orange. Da ich nüchtern geblieben war, konnte es keine Sinnestäuschung sein. Also noch einmal die Hand höher gehalten … heller … noch höher … sehr hell … Da ist doch was unten im Rückspiegel eingebaut?

Ambientbeleuchtung ab Werk?

Tatsächlich schimmert an der Unterseite des selbst abblendenden Rückspiegels eine kleine, orange LED nach unten. Während der Fahrt sieht man sie nicht. Aber sie taucht die gesamte Mittelkonsole in einen fast nicht wahrnehmbaren, höchst dezenten Lichtschleier, den man nur bei völliger Dunkelheit überhaupt erahnen kann. Und dessen Präsenz nur wahrnehmbar ist, wenn man die Lampe einmal zuhält. Dann ist es nämlich völlig dunkel in der Mitte des Autos und jeder Schalter, der nicht aktiv beleuchtet ist, kann höchstens ertastet werden. Anno 2001 war Loungebeleuchtung, Ambientbeleuchtung oder ähnlich blümerant betiteltes Lichtwerk noch kein Standard in einem handelsüblichen Automobil. Einige Anbieter hatten „Ambient-Pakete“ oder „Lichtpakete“ im Programm, da habe ich wohl auch so etwas erwischt, ohne es bisher bemerkt zu haben. Stimmt. Der Fußraum vorn und hinten ist auch beleuchtet. Man lernt nie aus.

Magisches Amber

Interessant finde ich, wie dezent hier eine Lichtlösung so implementiert wurde, dass man sie als Fahrer zwar immer ahnt, aber nicht wirklich bemerkt. Das insgesamt sehr dunkle Interieur dieser Ausstattungslinie wird heimlich ein wenig aufgehellt, alle Schalter sind zu finden und dennoch wird niemand geblendet oder belästigt. Eine Eigenart, die heute nicht einmal herkömmliche USB Car Charger mit einer Betriebs-LED hinbekommen. Was ich später im Netz nachgelesen habe und was mir in unserem Modell schmerzlich fehlt, sind die beleuchteten Griffschalen. Auch das gab es damals schon, heute hat das jeder zweite Kompaktwagen ab Werk. Aber da wurde seitens des Vorbesitzers anscheinend gespart. Oder sie sind alle vier kaputt. Ich muss dem noch mal beizeiten auf den Grund gehen.

LEDambient zum Nachrüsten

Wenn in eurem geliebten Auto vielleicht noch keine Ambientbeleuchtung ab Werk eingebaut ist, ihr so etwas aber gern hättet, müsst ihr euch nicht gleich ein neues Auto kaufen. Osram hat ein paar ziemlich stylische Produkte im Angebot, mit denen ihr das dunkle Innere eures Autos aufwerten könnt, und das sogar mit App-Steuerung. Denn vielleicht gebt ihr euch ja im kommenden Herbst nicht mit einem kleinen Lichtschimmer unter dem Rückspiegel und ein paar beleuchteten Fußräumen zufrieden. So wie ich. Weihnachten ist gar nicht mehr so lange hin, vielleicht bringt Santa Klaus euch in diesem Jahr LED-Beleuchtung? Ich suche derweil mal weiter, wo es in meinem Auto noch mehr versteckte Lämpchen gibt, von deren Existenz ich bisher nichts wusste.

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  • Ja, meine „Zitrone“ (Citroen C5, Bj. 2009) hat sowas reichlich. Oben in der Dachkonsole 2 LEDs*; eine Lichtleiterleiste quer über die I-Tafel, die knieabwärts leuchtet; alle 4 Fußräume und Griffschalen und als besonderes Highlight, per Bewegungsmelder angesteuerte Beleuchtung (je 1 LED) der vorderen Türstaufächer!
    So einiges davon wurde im Laufe der Bauzeit dieses Modells „entfeinert“.
    *Fußräume und Staufach weiß, alles andere orange.

    • Hallo Romiman, danke für den Einblick in dein Fahrzeug und was eine „simple“ Beleuchtung alles bewirken kann! Viele Grüße dein OSRAM Automotive Team