Makelloser Glanz ist schön. Fette Räder gefallen auch vielen. Und natürlich sollen am Gebrauchtwagen Motor, Getriebe und Bremse funktionieren. Denn Probleme mit diesen Komponenten können teure Reparaturen bedeuten. Das gilt leider auch fürs Licht, das aber eher selten die volle Aufmerksamkeit der Interessenten genießt. Ein paar Tipps.

Alle Funktionen checken. Wirklich alle. Denn auch wenn die Nebelschlussleuchte selten bis nie wirklich gebraucht wird, so muss sie bei der Hauptuntersuchung leuchten . Und leider ist es bei ihr so gut wie nie mit dem Wechsel einer Lampe getan. In der Nebelschlussleuchte kommt keine Glühlampe an das Ende ihrer Lebensdauer. Ähnlich sieht es bei den Rückfahrleuchten aus.

Leuchtweitenregelung. Sie ist eines der häufigsten Probleme beim Autolicht. Der Grund bei der manuellen Variante mit Regler im Cockpit ist, dass sie ebenfalls selten bis nie benutzt wird und deshalb festsitzt. Reparaturen können sehr teuer sein. Leider muss man sie spätestens vor der nächsten Hauptuntersuchung machen lassen. Sonst gibt es keinen Stempel.  Die automatische Leuchtweitenregelung von Xenon– oder LED-Scheinwerfern macht seltener Ärger, weil sie ständig in Bewegung ist. Fehler werden in der Regel im Kombiinstrument angezeigt und sollten ernst genommen werden. Denn wieder können Reparaturen sehr aufwendig sein.

Scheinwerfer-Reinigungsanlage: Sie wird bei Besichtigungen und Probefahrten gern übersehen, zumal die korrekte Funktion vom Fahrersitz aus eher schlecht zu überprüfen ist. Ein Helfer oder der Verkäufer soll einfach mal die Scheibenwaschanlage betätigen, während der potenzielle Käufer vor dem Auto steht, zum Beispiel während der generellen Kontrolle der Lichtfunktionen. Dabei aber das Licht einschalten, denn bei vielen Autos werden nur eingeschaltete Scheinwerfer gereinigt.

Kurvenlicht: Deren Check kann knifflig sein. Echtes Kurvenlicht  arbeitet in der Regel nur bei Dunkelheit und bei stehendem Auto gar nicht. Eine Probefahrt im Dunkeln wäre eine Lösung, Fahrten durch Tunnel sind eine andere. Der Schwenkbereich von Kurvenlicht ist nicht groß; man muss schon genau hinsehen.

Abschlussscheiben: Beim Scheinwerfer zählt nicht nur der schöne Schein. Auffällig glänzende Abschlussscheiben – bei älteren Modellen mit Gläsern spricht man von Streuscheiben – könnten auf Polieren hindeuten. Dabei kann allerdings die dünne Lackschicht auf den Kunststoffscheiben in Mitleidenschaft geraten sein. Sprich: Die Scheinwerfer werden womöglich bald wieder trüb. Besser ein paar kleine optische Beeinträchtigungen akzeptieren! Das gilt allerdings nicht für Sprünge oder gar Löcher. Durch sie dringt zwangsläufig später Wasser ein.

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