Direkt vor dem Auto braucht es kein Licht – diese Botschaft verkünden wir öfter. Und in der Tat hat alles, das erst fünf oder zehn Meter vor dem Auto erkannt wird, keine Chance. Keine Bremse dieser Welt und keine noch so kurze Reaktionszeit können da noch helfen. Jedenfalls nicht oberhalb der Schrittgeschwindigkeit. Die Crux ist, dass Dunkelheit im Nahbereich viele Autofahrer irritiert. Sie vermissen Licht dort mehr als in 50 bis 75 Meter Entfernung. Warum also nicht beide Bereiche beleuchten?

Die Entwickler haben es dabei schwer, jedenfalls bei Halogenscheinwerfern. Es steht ihnen nämlich nicht beliebig viel Licht zur Verfügung. Und was im Nahbereich landet, fehlt eben in der für das rechtzeitige Erkennen wichtigen größeren Entfernung. Die Ingenieure von Osram haben es im Gegenteil ja geschafft, die aus lichttechnischer Sicht überflüssige Beleuchtung des Nahbereichs in die Ferne zu verschieben. Das Ergebnis sind die Upgrade-Lampen wie die Night Breaker.

Mit Xenon und LED geht beides

Lichttechnik ist das Eine, Psychologie ein Anderes. Leichter zu lösen ist das Dilemma mit Xenonscheinwerfern. Diese Technik liefert zwei- bis dreimal so viel Licht wie Halogen, sodass etwas davon in der Ferne entbehrlich ist. Das zeigt sich dann in einer Lichtverteilung, die bis kurz vor das Auto viel Helligkeit bietet. Sie ist zudem deutlich breiter als bei Halogen, was ebenfalls als angenehm empfunden wird.

Die LED-Technik bietet eine andere Möglichkeit. Sie besteht aus ein paar zusätzlichen LEDs, die nur den Nahbereich ausleuchten. Die Leuchtdioden für Abblend- und Fernlicht können sich voll der wichtigen Beleuchtung weiter entfernter Stellen widmen.

Für Stellen zwischen 50 und 75 Meter entfernt auf der  Das ist bei Nebel, heftigem Regen oder Schneefall so. Deshalb ist die Reichweite von Nebelscheinwerfern sehr viel geringer als die des Abblendlichts. Allerdings leuchten sie breiter. Nebelscheinwerfer könnten also eine zusätzliche Nahfeldausleuchtung schaffen, wenn der Bereich vor dem Auto als zu dunkel empfunden wird. Die Verkehrsregeln lassen das zumindest in Deutschland aber nur zu, wenn wirklich die Witterung die Sicht behindert.

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