Jedes Land hat so seine Eigentümlichkeiten bei Vorschriften rund ums Auto. Das meiste regeln inzwischen ja glücklicherweise internationale Bestimmungen. So ist es generell beim Autolicht. Doch dann gibt es so ein paar Reste nationaler Alleingänge. Oft stammen sie noch aus den alten Zeiten vor der Harmonisierung der Zulassungsvorschriften. So ist das wohl mit den Ersatzlampen, die in manchen Ländern an Bord sein müssen. Das gilt zum Beispiel für Frankreich und Tschechien. Entsprechende Gesetze existieren wahrscheinlich noch in weiteren Ländern. Es lohnt sich aber kaum, diese zu suchen und zu benennen. Denn die weitaus einfachere Lösung ist, Ersatzlampen ins Auto zu legen.

Ein solches Sortiment der Lampen für die vorgeschriebene Beleuchtung ist nämlich nicht nur zur Vermeidung von Diskussionen und Bußgeldern gut. Selbst wer sich nicht in der Lage sieht, eine Lampe allein zu wechseln, hat etwas davon. Der Pannendienst, die kleine Werkstatt oder schlicht ein hilfsbereiter Mensch können den Scheinwerfer oder die Leuchte wieder zum Strahlen bringen, wenn das passende Teil zur Hand ist.

Seltene Typen sind besonders wichtig

Von Osram und den Autoherstellern gibt es fertig bestückte Ersatzkästchen . Es ist besonders wichtig, dass das darin enthaltene Sortiment auch wirklich den im Auto verbauten Lampentypen entspricht. Die seit 25 Jahren von Kofferraum zu Kofferraum mitgenommene Box erfüllt diese Kriterien höchstwahrscheinlich nicht. Selbst bei neueren Kästchen schadet ein genauerer Blick nicht. Viele Autos haben heute in der einen oder anderen Lichtfunktion eine sehr ungewöhnliche Bestückung, die in kaum einem Sortiment enthalten ist. Eine Halogenlampe H21W  oder gar ihre gelbe Schwester HY21W  im Blinker überfordern übliche Sortimente. Glücklicherweise sind sie ebenso wie die Hypervision-Lampen mit Kunststoffsockeln recht langlebig.  Wenn sie aber doch durchbrennen, kann die Suche nach Ersatz zumal in ländlichen Gegenden des Auslands nervig sein. Eine defekte H8  im Nebelscheinwerfer dürfte verschmerzbar sein. Nicht aber, wenn die gleiche Lampe in den Leuchtringen des Positionslichts Dienst tun soll und ein Ausfall ständige Fehlermeldungen auslöst. Es lohnt sich also, den Inhalt des Ersatzlampenkästchens genauer zu inspizieren und fehlende Typen zu ergänzen. Ist im Brems- und Rücklicht eine Zweifadenlampe verbaut, ist die richtige Type wichtig. Es gibt welche mit 21 und 4 Watt und weitere mit 21 und 5. Sie sind nicht kompatibel und die falsche Version ist im Fall des Falles unbrauchbar. Auskunft über die richtigen Typen gibt die Betriebsanleitung oder der Lampenfinder  von Osram.

Gesetz ist Gesetz?

Ersatzlampen sind also sinnvoll. Ob man sie in anderen Ländern als Ausländer wirklich an Bord haben muss, ist eine Beschäftigung für Juristen. Die einen sagen, dass sich eine solche Ausrüstungsvorschrift nur auf inländische Fahrzeuge bezieht. So sehen es beispielsweise die Belgier mit dem Feuerlöscher, den sie von Ausländern nicht im Auto verlangen. Diskussionen dazu soll es dagegen schon mal in Polen gegeben haben, wo man eine ähnliche Vorschrift kennt. Oder in Spanien, wo zwei Warndreiecke üblich sind.

Kaum jemand dürfte die Lust verspüren, sich die Urlaubslaune in Diskussionen mit offensichtlich unterbeschäftigten Uniformträgern verderben zu lassen. Reservelampen sind zwar keine Garantie für gute Erholung. Aber in manchen Situationen können sie wohl dazu beitragen.

 

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