Und sie beeinflusst euch … DOCH!

Farben haben historische Bedeutungen, sie wecken Emotionen, sie erregen Aufmerksamkeit, sie kaschieren. Wer sich ein Auto kauft und sich bewusst für eine Farbe entscheidet, wird dabei von seinem Inneren gelenkt. Unter den vergangenen Artikeln habt ihr immer wieder erzählt, dass ihr bei einem Gebrauchtwagen farblich nicht so genau hinguckt. Wenn es sich bei euren Autos aber nicht um den schlichten Kombi handelt, der nur Arbeitstier ist und wegen des Wiederverkaufswerts zeitlos sein sollte – dann präsentieren wir ein paar farbliche Erkenntnisse. Die sind nicht wissenschaftlich und gelten nicht für jeden Einzelnen – aber vielleicht erkennt ihr euch oder Freunde wieder? Heute sind die BLAUEN Autos dran.

Blau – die beliebteste aller Farben

Ja doch, ja. Wer von uns hier geht schon zum Händler und bestellt sich einen Neuwagen in seiner Wunschfarbe? Na? Oh, ihr würdet euch wundern, wie viele das tatsächlich machen. Und dazu muss man mit dem Zweitnamen nicht Krösus heißen. Auch die vielen Veredler und Tuner unter uns denken nicht über den Wiederverkauf nach – sie machen sich ihr Auto so, wie sie es gern sehen. Und da spielt die Farbe Blau heute eine zentrale Rolle. Mit einem tiefen Blau verbinden wir zum einen die entspannte Weite eines warmen Sommerhimmels, zum anderen die kühle, unergründliche Tiefe des Meeres. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern ist Blau die mit Abstand genannte Lieblingsfarbe, weil sie vor allem mit positiven Dingen assoziiert wird. Reicht das schon, um als Lack auf unser Auto zu wandern? Ein paar andere Wahrnehmungen spielen in diese Wahl sicherlich noch mit rein.

Vornehm, dynamisch und schwer

Ein dunkles Blau ähnelt auf den ersten Blick einem tiefen Schwarz, ist aber weniger distinguiert und zeigt vor allem bei großen Fahrzeugen einen vornehmen Hauch von Geschmack und Absetzungswillen von der Masse. Blaue Autos wirken schwerer als andere, die Farbe verleiht ihnen aber gleichzeitig eine gewisse Dynamik gegenüber Schwarz oder Grau. Also muss wohl ein fetter Motor unter der Haube sein, kann man annehmen? Eleganz und Understatement sind quasi mit in die Farbe reingemischt. Blau gehört aber auch zu den Farben mit der schlechtesten Fernwahrnehmung. Das in den 60ern und 70ern so beliebte Hellblau ist bei Regen quasi überhaupt nicht zu sehen. Es ist zwar freundlicher, nimmt einem Fahrzeug sein optisches Gewicht, aber auch seinen stabilen Eindruck. Vielleicht weil mit hellem Blau viel Babyspielzeug assoziiert wird.

Blau – der zuverlässige Teamplayer

Dunkelblaue Autos wirken auf uns zuverlässig und robust, ihre Fahrerinnen und Fahrer werden als Teamplayer wahrgenommen. Das mag vielleicht an unseren Kindheitserinnerungen liegen, als die wackeren Männer vom Technischen Hilfswerk immer mit ihren schweren blauen Autos kamen und gemeinsam alles heile gemacht haben. Wer weiß? In der Farbtherapie setzt man leuchtende Blautöne zur Behandlung von Migräne ein und kann mit ihnen Stress mildern sowie Regeneration und Erholung herbeirufen. Das gilt dann also eher für die anderen um unser blaues Auto herum, aber natürlich auch für uns selbst, wenn wir drauf zugehen. Blau provoziert Heiterkeit und ist die Farbe der Loyalität. Warum sollte man also überhaupt irgendeine andere Farbe am Auto haben? Ach ja – Hexen, falls ihr an die glaubt, verstärken mit Blautönen ihren manipulativen Einfluss auf alle anderen. Ha.
Und … Blau ist zeitlos, also kann man ein blaues Auto immer wieder gut verkaufen. Gähn. Damit auch die von euch zufrieden sind, die nicht in der Farbe ihres Autos aufgehen.

 

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