Wer wechselt Luft- und Ölfilter erst, wenn sie verstopft sind? Zu einer guten Gebrauchtwagen-Aufbereitung gehört für viele Verkäufer auch der Austausch dieser Teile. Beim Autolicht gehen sie und die meisten Autofahrer aber nach dem Prinzip: Solange es leuchtet, muss ich nichts tun. Frischer TÜV und die Wartung versprechen eine längere Ruhe vor Unbill mit dem neuen Gebrauchten. Doch schon auf dem Nachhauseweg vom Händler kann eine Lampe ausfallen. Auch Autolampen sind Verschleißteile. Einem Gebrauchtwagen rundum neue zu verpassen, ist keine Verschwendung. Zündkerzen, Filter und Öl würden eine Überziehung des routinemäßigen Wechsels nicht zum Anlass für einen sofortigen Ausfall nehmen.

Vorsorglich neue Lampen

Der Präventivtausch hat nicht nur den Vorteil, dass danach wieder für Monate bis Jahre Ruhe an der Hell-/Dunkel-Grenze herrscht. Man weiß danach, was eingebaut wurde. Hat ein Auto erst einmal mehr als zwei oder drei Jahre auf dem Buckel, sind garantiert schon einmal Lampen ausgefallen. Und nicht immer wurde dann die gleiche hohe Qualität wie beim Neuwagen eingesetzt. Sogar viele Werkstattmitarbeiter wissen nichts von den großen Qualitätsunterschieden bei Autolampen. Leser des Autolichtblogs dagegen schon.

Sie setzen beim vorsorglichen Austausch in der Signalbeleuchtung sinnvollerweise Longlife-Typen wie die Ultra Life von Osram ein. Perfekt sind sie im Rücklicht, vorderen Standlicht, Blinker, Bremslicht und vielleicht sogar im Rückfahrscheinwerfer. Longlifelampen kosten zwar etwas mehr, halten dafür in den meisten Fällen dreimal so lang wie Standardlampen. Ab Werk sind meist solche verbaut. Auch für Scheinwerfer gibt es entsprechende Varianten. Doch hier hat der Besitzer Alternativen, die von der preiswerten Standardware – bei Osram „Original“ genannt – bis zu Hochleistungslampen mit deutlich besserem Licht reichen. In diese Kategorie fallen die Upgrade-Typen Night Breaker. Welche Lampen das neue, gebrauchte Auto haben will, lässt sich aus der Betriebsanleitung oder auf der Konfigurationsseite im Internet ermitteln. Beim Einkauf von Teilen die kleinen, unauffälligen Lichtfunktionen nicht vergessen! In Seitenblinkern, Nummernschildleuchten und vielleicht sogar im Innenraumlicht stecken womöglich auch Birnen, die kurz vor dem Ende ihrer Lebensdauer sind.

Der Austausch in zumindest der vorgeschriebenen Außenbeleuchtung minimiert nicht nur das Risiko, sich bald wieder mit dem Autolicht beschäftigen zu müssen. Das allein ist schon erheblich, denn immerhin gehen über 20 Prozent der Beanstandungen bei TÜV & Co. auf das Konto des Lichts. Neue Lampen bringen vielmehr auch wieder das volle Licht. Glüh- und Xenonlampen verlieren nämlich im Laufe der Zeit eine Menge davon. Beim Ausbau alter Lampen ist es manchmal geradezu augenfällig. Die Glaskolben sind dann nahezu lichtundurchlässig schwarz. Klarer wird die Notwendigkeit des Austauschs nur beim vollständigen Ausfall. Auf den sollte kein Käufer eines Gebrauchtwagens warten.

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  • Mache ich bei jedem Fahrzeug das neu in die Familie kommt 😉 ich glaube aber 99% der Leute denken an soetwas nicht. Da muss man schon ziemlich verrückt sein und autolichtblog.de lesen. Bin eben erst hinter unserem letzten Neuzugang hergefahren und siehe da das linke Bremslicht ist etwas schwächer als das rechte..