Autofarbe

Farben bewegen uns

Farben haben historische Bedeutungen, sie wecken Emotionen, sie erregen Aufmerksamkeit, sie kaschieren. Wer sich ein Auto kauft und sich bewusst für eine Farbe entscheidet, wird dabei von seinem Inneren gelenkt. Wenn es sich bei euren Autos also nicht um den schlichten Kombi handelt, der nur Arbeitstier ist und wegen des Wiederverkaufswerts zeitlos sein sollte – dann präsentieren wir ein paar farbliche Erkenntnisse. Die sind nicht wissenschaftlich und gelten nicht für jeden Einzelnen – aber vielleicht erkennt ihr euch oder Freunde wieder? Heute sind die SCHWARZEN Autos dran.

Schwarz trocknete am schnellsten

Schwarz ist ja genau genommen keine Farbe. Schwarz ist das Fehlen von Licht und damit der Gegensatz zu Weiß, was im Licht alle Farben beinhaltet. Vor allem im Automobilbau ist Schwarz seit den allerersten Jahren aus diversen Gründen ein oft verwendeter Lack. In den Gründerjahren war es relativ schwer, farbige Lacke herzustellen, die den Witterungsbedingungen und den Ansprüchen genügten. Aber auch ein anderer Faktor war damals entscheidend! Nehmen wir als Beispiel den Ford Modell T, von dem zwischen 1908 und 1927 mehr als 15 Millionen produziert wurden! Vor 1913 gab es das Fahrzeug in Rot, Blau, Grün und Grau. Der Zusammenbau eines Fahrzeugs dauerte rund 12 Stunden. Mit der Einführung des Fließbands schrumpfte diese Zeit auf 93 Minuten, alle drei Minuten verließ ein Modell T die Werkshalle in Detroit. Da wurde der langsam trocknende Lack zum echten Problem. Nur „Japan-Schwarz“ trocknete schnell genug, und so kam es zu dem legendären Satz in Henry Fords Memoiren: „Jeder Kunde kann ein Auto in jeder gewünschten Farbe haben – solange es schwarz ist.“

 

Autofarbe
Schwarze Autos können böse oder selbstbewusst wirken.

Elegant und selbstbewusst – oder bedrohlich und unheimlich?

Schwarz beeinflusst uns auf zwei grundsätzliche Arten. Schwarz wirkt entweder elegant und selbstbewusst, oder es wirkt bedrohlich und unheimlich. Große Limousinen werden gern in Schwarz geordert, weil sie so wuchtiger wirken als gleiche Modelle in Weiß. Ein glänzendes, schwarzes Auto gilt als solide und vornehm, ein mattschwarzes Auto als rebellisch und selbstbewusst. Schwarzer Lack absorbiert das Sonnenlicht, das Fahrzeug heizt sich im Sommer überdurchschnittlich schnell auf. Bei Dunkelheit wiederum kann man es fast gar nicht sehen, und da sind wir wieder beim Unheimlichen. Und den Leuten, die  . Schwarz ist eine Farbe, die ein Auto nicht an den Zeitgeschmack bindet. Ein schwarzes Auto wird sich immer besser verkaufen lassen als ein grünes. Leider. 

Schwarzfahrer sind…?

Und? Wie lassen sich die meisten Fahrerinnen und Fahrer schwarzer Autos charakterisieren, wenn sie nicht gerade den günstigen Leasingrückläufer genommen oder den durchgerosteten Resttüvler schwarz gerollt haben? Sie sind

  • selbstbewusst und eher
  • autoritär.

Wer ein schwarzes Auto fährt, ist

  • ehrgeizig und
  • von Erfolg getrieben.

Er beansprucht die Macht auf Deutschlands Straßen für sich, lässt aber auch generös jemand anderem (mal) die Vorfahrt. Stimmt’s?

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