Lampenwechsel Mercedes

Wo kommt man bei den Scheinwerfern eigentlich noch selbst ran?

Glühlampen von Fern- und Abblendlicht wechseln. Was noch in den 70ern der freundliche Tankwart gemacht hat, macht man heute am liebsten selbst. Der Selbstschrauber wird allerdings immer mehr entmündigt, je neuer die Autos werden. Das kann man mögen (weil damit auch viele selbstverzapfte Fehler vermieden werden), das kann man aber auch nicht so schön finden. Denn wer hier und da selbst Hand an sein Auto anlegt, hat einen guten Überblick, wie es dem kleinen vierrädrigen Freund so geht. Von vorn sind uns viele Scheinwerfer der Autos im Alltag bekannt. Von hinten aber nur wenige. Wir zeigen euch in dieser Serie ein paar Beispiele, von der schon fast historischen H4-Konstruktion bis hin zu den ersten Xenon-Lampen. Heute wechseln wir an einer E-Klasse das Fernlicht, also die H7 Lampen.

Mercedes Autolicht

Es zuckt schon ein bisschen in meinen Fingern, die schon sehr trüben werksseitigen Xenon-Lampen im Sondermodell „Avantgarde“ gleich und sofort zu wechseln. Aber das hebe ich mir für eine andere Geschichte auf, zumal wir hier immer wieder betonen, dass ihr von den (meisten) Xenons lieber die eigenen Finger lassen sollt. Heute sind die mittleren der vier „Augen“, die Fernscheinwerfer dran. Die sind bei diesem Mercedes-Benz Modell je nach Ausstattung mit H7 Lampen bestückt, die einen guten Kompromiss aus Langlebigkeit und Lichtleistung bieten. Wer von euch selbst die Lampen in seinen oder ihren Scheinwerfern tauscht, wird die prinzipiell gute Zugänglichkeit der Scheinwerfer a) von etwas älteren Autos und b) von der Mittelklasse aufwärts schätzen. Selbst wenn bei diesem Modell eine Scheinwerferreinigungsanlage verbaut ist (bei Xenon ist sie es) – der etwas im Weg hängende Behälter für das Wasser lässt sich problemlos aushängen, und man kommt auch an den linken Scheinwerfer heran.

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Nach dem Öffnen.

Nach dem Öffnen des runden Verschlussdeckels, dem vorsichtigen Abziehen des Steckers und dem Lösen der beiden Spangen sind H7-Neulinge zunächst ein bisschen überrascht – die Lampe steckt in einem extra Sockel und sieht dicker aus, als sie es eigentlich ist. Sie lässt sich in diesem Fall einfach durch vorsichtiges Anheben der metallenen Laschen an den Seiten aus dem Sockel herausziehen. Wie immer ist beim Einsetzen der neuen Lampe wichtig, dass ihr den Glaskörper nicht mit euren Fingern berührt. Danach sinkt die Lichtausbeute wirklich dramatisch, auch wenn die fettigen oder öligen Tappsen wieder mit dem T-Shirt oder dem schwarzen Oberhemd weggewischt werden.
Wenn alles so flott und reibungslos ging wie bei uns hier, lohnt noch ein Blick auf die Standlichtlampen. Wenn der Scheinwerfer denn schon hinten offen ist, kann man die ja vielleicht auch gleich mit tauschen, dann ist hier für lange Zeit wirklich Ruhe.

Ein kurzer Check der Deckel: Sind sie nicht gebrochen, sind die schmalen Dichtungen noch okay und ist alles einigermaßen sauber? Der nächste Herbst kommt bestimmt, und niemand möchte Wasser hinter den Gläsern haben. Dann können wir die Metallbügel einhängen, den Stecker fest und gerade wieder aufstecken und den Scheinwerfer mit dem Deckel wieder verschließen. So oder so ähnlich läuft der Tausch auch bei anderen Modellen, da müssen nur mehr oder weniger Anbauteile vorher noch beiseite gedrückt oder abgebaut werden, um an die Deckel heranzukommen. Dann mal auf zum fröhlichen Tausch. Frisches Licht ist wundervoll.

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