Scheinwerferreinigung

Insekten können nervig sein. Zum Beispiel wenn sie stechen. Manche Menschen stört es auch, wenn ihre Leichen die Abschlussscheiben der Scheinwerfer verunstalten. Beim Entfernen kann man schlimme Fehler machen.

Das Autolicht stören tote Mücken und Fliegen kaum. Dazu müsste das Auto schon einen ganzen Riesenschwarm aufgerieben haben. Wen so etwas irritiert, sind Autofahrer, die die „Optik“ des Fahrzeugs durch die Insekten verunstaltet sehen. Doch oft verschlimmbessern die sofort eingeleiteten Maßnahmen zur Wiederherstellung des schönen Glanzes die Sache nur. Viele der dabei praktizierten Reinigungsmethoden beseitigen nämlich nicht nur die Insekten, sondern auch gleich Teile der Beschichtung auf den Abschlussscheiben der Scheinwerfer. Zu den größten Feinden der dünnen Lackschicht zählt die Hochdruckwäsche und ausgerechnet der Fliegenschwamm.

Das mag angesichts des Namens verwundern. Aber Fliegen- oder Insektenschwämme wurden vor vielen Jahren für Glas gemacht, also beispielsweise die Windschutzscheibe. Scheinwerfer haben heute dagegen nur noch sehr selten Abschlussscheiben aus Glas. Üblich sind welche aus Polycarbonat, das eben mit dem Lack überzogen ist.

Und der mag es ganz weich. Der famose Insektenschwamm oder gar noch härtere Maßnahmen hinterlassen schnell Riefen und matte Stellen. Und die beeinflussen dann nicht nur das Aussehen, sondern auch das Licht.

Insektenleichen entfernt der reinliche Autobesitzer also am besten mit einem weichen Schwamm oder Tuch. Ideal ist eines aus Mikrofasern. Als Reinigungsmittel kommen Autoshampoo oder Spülmittel samt reichlich Wasser in Frage. Die Insekten bestehen zum Teil aus Chitin, einem der härtesten Stoffe, den die Biologie kennt. Scheibenwischgummis bekommen durch das Zeug schneller Riefen als durch Eis. Das nur nebenbei.

Neben geeigneten Reinigungsutensilien braucht es Geduld. Erst einmal die Insektenleichen einweichen, Wasser und Reinigungsmittel – zum Beispiel Autoshampoo oder gewöhnliches Spülmittel – wirken lassen und erst nach ein paar Minuten abwischen!

Scheinwerferreinigung
Vorsicht beim Putzen: Scheinwerfer mögen keine heftigen Reinigungsmethoden.

Hilfe per „Dusche“

Gar nicht um so etwas kümmern muss sich, wer eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage hat. Die duscht Stechzeug und Schmeißfliegen mit ein paar Druckstößen Wasser weg. Doch dabei braucht sie die Hilfe eines Reinigungsmittels. Bei dessen Auswahl sind leider wieder Fehler möglich.

So arbeitet Winterfrostschutz in der Wärme vom Frühjahr und der Hitze des Sommers nur sehr schlecht. Der leicht flüchtige Frostschutz verdunstet zu schnell, um noch richtig wirken zu können. Das sieht der Fahrer dann übrigens auch auf der Windschutzscheibe.

Jetzt ist also Zeit für einen speziellen Sommerzusatz. An dem sollte niemand sparen, denn es gibt große Qualitätsunterschiede. Manche Billigware steht sogar im Ruf, besonders aggressiv auf den Lack der Abschlussscheiben zu wirken. Dass in den Prüflaboren der Scheinwerferhersteller besonders häufig Markenprodukte stehen, hat schon seinen Grund. Diese Mittel kosten sicherlich etwas mehr als der Durchschnitt. Doch kommen sie allemal billiger als ein neuer Scheinwerfer.

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