Farben haben historische Bedeutungen, sie wecken Emotionen, sie erregen Aufmerksamkeit, sie kaschieren. Wer sich ein Auto kauft und sich bewusst für eine Farbe entscheidet, wird dabei von seinem Inneren gelenkt. Wenn es sich bei euren Autos also nicht um den schlichten Kombi handelt, der nur Arbeitstier ist und wegen des Wiederverkaufswerts zeitlos sein sollte – dann präsentieren wir ein paar farbliche Erkenntnisse. Die sind nicht wissenschaftlich und gelten nicht für jeden Einzelnen – aber vielleicht erkennt ihr euch oder Freunde wieder? Heute sind die GELBEN Autos dran.

Gelb hat in verschiedenen Epochen völlig unterschiedliche Bedeutungen und Assoziationen.

Viele gelbe Autos fahren in unserem Ländle aktuell nicht herum, aber es werden wieder mehr. Besonders Kompaktwagen und kleine Spaßmobile für junge Menschen werden immer öfter in bunten Farben ausgeliefert. Gelb, die erklärte Lieblingsfarbe des Schreibers, hat dabei in verschiedenen Epochen völlig unterschiedliche Bedeutungen und Assoziationen. In westlichen Regionen steht die Farbe Gelb für die Sonne und das Licht. Ein gelb lackiertes Auto weckt außerdem Assoziationen zu Kreativität, Wachheit und einem scharfen Verstand. Ein Blick auf die Fahrerin oder den Fahrer wird dies bestätigen – oder eben auch nicht. Je nach Farbton liefert Gelb einen tollen Kontrast zu schwarzen Reifen und Kunststoffteilen, auch Chromleisten werden besonders hervorgehoben und lassen ein gelbes Fahrzeug besonders konturiert wirken.

Gelbe Autos werden schon aus großer Entfernung gesehen.

Ganz objektiv gesehen ist ein reines, leuchtendes Gelb die Farbe mit der größten Fernwirkung. Das bedeutet, ein gelbes Auto wird schon aus großer Entfernung gesehen. Aus diesem Grund sind auch viele Schilder oder Warntafeln in Gelb gehalten – man sieht sie einfach besser. Kippt der Gelbton ins Dunkle oder Goldene, drückt er beim Betrachter auf die Knöpfe „Reichtum“, „Herrschaft“ und „Selbstsicherheit“. Im heutigen Einheitsbrei der grauen und dunkelblauen Autos zeugt es von einem gesunden Selbstbewusstsein, ein goldgelbes Auto zu fahren. Tatsächlich wurde im Mittelalter Gelb als „Schandfarbe“ genutzt, um diskriminierte Gruppen zu kennzeichnen. Eben weil es so auffällig ist. Gut, dass diese Zeiten vorbei sind.

Die Farbe Gelb wird als sogenannter „flüchtiger Farbton“ bezeichnet, denn sie ist sehr leicht zu verunreinigen. Sie stand deshalb in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch für die Instabilität des Geistes, was sich in der zeitgenössischen Malerei (zum Beispiel bei Vincent van Gogh) wiederfindet. Ein mit Grün oder Braun verunreinigtes, „schlammiges“ Gelb symbolisiert auch Neid, Verrat, Missgunst und Irrsinn! Zumindest damals. Ob das nun heute auf alle Besitzer von Autos mit einem unreinen Gelbton zutrifft, sei einmal dahingestellt.

Die Farbe Gelb ist eine fröhliche Farbe.

Zurück ins Hier und Jetzt. In der ganzheitlichen Farbberatung hilft Gelb dabei, Brauchbares von Unbrauchbarem zu unterscheiden. Spannend. Außerdem behaupten über 90 % aller Frauen, ihnen würde Gelb nicht stehen. Na los, Ladys. Traut euch mal was. Tatsache ist, dass ein gelbes Auto nicht nur auffällt, sondern auch polarisiert. Und zwar mehr im positiven als im negativen Sinn, denn wer mit einem gelben Auto durch das Land fährt, bekennt fröhlich Farbe, hebt sich von der Masse ab und trotzt dem Winter auf eine bunte Art. Ich finde das gut. Wie seht ihr das? Kennt ihr Menschen mit gelben Autos?

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  • Finde es schrecklich.
    Ebenso wie Lila, Rosa, Grün, Braun und Orange eine absolute No-Go-Farbe für Fahrzeuge.
    Trage wegen der Sicherheit eine neongelbe Motorradjacke. Das Gelb bleicht schon nach 2 Saisons sichtbar aus, und man wird immer von Insekten umschwirrt.
    Nee nee, da lob ich mir doch mein „frisches leuchtendes Steingrau…“ 😉

    • Hey Romiman,

      zugegeben – man KANN Gelb als Farbe auf einem Auto auch schrecklich finden. Da gibt es keine Objektivität. Je älter ich werde, desto weniger kann ich persönlich aber etwas mit den klassisch-deutschen gedeckten Farben anfangen. Schwarz, dunkelblau, grau oder silber. Böh, da schlaf ich spontan ein wenn ich das sehe.
      Ich bin froh, dass wenigstens mein Coupé grün ist, wenn auch dunkelgrün. Als Sommerspaß würde ich sofort ein gelbes Auto fahren, ich mag das. Und auf den Bentley würde ich ein Posthorn und ein Schild mit den Zeiten, wann geleert wird, kleben 😀

      Gruß
      Jens

    • Das geht vielen deutschen so, dass sie Farben im allgemeinen hassen. Kleidung, Auto, Job, Urlaub. Alles genormt und wie man es kennt. Eine Eigenschaft die ich oft ultra anstrengend finde weil man bei dem geringsten Anflug von Individualität gleich wunderlich ist. Aber wohl auch eine Qualität in Form der typisch deutschen Bodenständigkeit.

  • Gelb ist geil !!!
    Ein schöner Audi in Vegasgelb, am besten noch chromfrei…..super !!

    Ich mag farbige Autos. Egal welche Nuance, Hauptsache schön kräftig. Wer braucht schon schwarz, grau oder weiß ? Langweilig 😑

    War eigentlich Blau schon dran ?? Oder grün ?? Zu beidem hätte ich schöne Beispiele😃

    Gruß Jo

    • Hi Tobias,

      innen weiß? :-O Oha, das ist dann aber tatsächlich Special Interest, oder? 😀 Ich kann Autofahrer total verstehen, die dezent und unauffällig in ihren Fahrzeugen unterwegs sein wollen und an den Wiederverkaufswert denken. Mein Herz schlägt aber für die, denen das egal ist. Wenn ich mir ein gebrauchtes Auto kaufe, dann denke ich nicht gleich wieder an den Verkauf. Ich bin da emotionaler. Aber jeder wie er will 😉

      Gruß
      Jens

  • Ich liebe Autos in knalligen Farben. Gerne bunte Metallicfarbtöne. Die wirken edel und fröhlich zugleich. Zwei meiner Autos waren gelb. Der eine ab Werk, es war ein urinsteingelber 1996er Colt mit einem sehr zornigen Spaßmotor und der andere war ein 1991er Volvo 940 den ich Mattgelb gesprüht hab. Mit grünem Dach. Es war ein kräftiges Sonnenblumengelb. Und die Leute haben den Wagen geliebt. Ich bin der Meinung das unser Alltag grau und trist genug ist und versuche darum immer wo es geht etwas Farbe in mein Leben zu bekommen. Man hat manchmal das Gefühl, dass die grauen Männer von der Zeitsparkasse aus „MOMO“ unterwegs sind wenn man einen Blick auf die Straße wirft. Naja. Ich mag gelb. Und gelbe Autos. Auch wenn ich finde das nicht jedem Auto gelb steht. Zu den Frauen: letztes Jahr waren figurbetonte Friesennerze in. Und 70er Jahre Honiggelb scheint ja auch wieder beliebter zu werden. Ein guter Trend.

    • Mitnichten bin ich ein „Farbhasser“, nur weil ich Gelb nicht mag.
      Außen darf ein Auto gern blau oder rot (jew. dunkel und metallic) sein. Oder ein dezentes „Florida-Rentner-Champagner“.
      Und innen finde ich das grau-schwarze Einerlei sogar schrecklich. Da hätte ich sehr gern so schöne Farben wie in US-Autos, mitte 70er bis Anfang 90er. Also dunkelblau, dunkelrot oder Leder-natur. Mit viel Chrom und Wurzelholz.
      Ohne Carbon, und nie Schwarz. Schwarz ist eine schöne Farbe für Autos: aber nur für den Unterboden!! 😉

    • Ich oute mich mal…..
      Ich würde vergehen für einen Granada MK1 mit rotem Interieur. Ich finde dunkles rot im Inneren eines Autos großartig. Ein Bekannter hat einen Audi 200 T, außen rot und innen – auch! Toll toll toll. Ich kann gar nicht sagen, was das im täglichen Gebrauch mit mir machen würde 😉 Aber ich finde es toll.
      Meine eigene schrägste Farbkombi war ein Audi 100 C2, außen resedagrün metallic, innen hellgrüner Stoff und dunkelbrauner Kunststoff. *soifz*

      Österliche, bunte Grüße
      Jens

    • Bester Herr von Schmoddershagen,

      ich mag bunte Autos auch sehr gern, in pink oder froschgrün geht bei mir sogar ein Ka oder ein Getz durch. Denn das sind dann wenigstens Ansagen und keine halbherzigen Fröhlichkeitsversuche 😀
      Gleichwohl ja jeder mit seinem Auto machen oder nicht machen kann was er oder sie will. Wenn man sein Gefährt in „Zeitsparkassengrau“ mag oder es vielleicht edel aussieht – bitte. Unser Familienkombi ist auch nur dunkelblau. Das aber seit 2001 😉
      Ich freu mich wenn der Trend weiter in Richtung bunt ginge. AUs den gleichen Gründen wie du.

      Jens