Keine Glühlampe hält ewig. Irgendwann brennt jede durch. Doch es gibt auch andere Gründe dafür, dass eine kein Licht mehr liefert. Die Ursachen kann man zum Teil beeinflussen – und so das Auswechseln hinauszögern.

Es gibt etliche Gründe, warum Autolampen den Geist aufgeben.

Klassisch verläuft das End of Lifetime bei einer Lampe so: Im Laufe der Zeit verdampft stets ein klein wenig des Metalls Wolfram von der Glühwendel. Das ist kein Wunder, denn dort herrschen mehrere tausend Grad. Davon wird der Draht dünner. Eines Tages ist er so weit abgemagert, dass er durchschmilzt. Die Lampe erlischt.

Die Glühwendel und der Draht aus dem sie gewickelt ist, sind sensible Teile. Ein Blick darauf mit einer Lupe zeigt, wie dünn sie sind. Je nach Leistung ist der Wolframdraht nur ein paar hundertstel Millimeter „dick“. Je kleiner die Leistung, also, je weniger Watt eine Lampe hat, desto dünner ist er übrigens. Das Metall ist zwar sehr widerstandsfähig, aber jede Belastung hält es doch nicht aus. Eine heftige Erschütterung lässt die Wendel im Extremfall so weit schwingen, dass sie reißt. Der Klassiker ist die Nummernschildbeleuchtung in Kombis. Wer die Hecktür gern mit wenig Gefühl und umso mehr Schwung schließt, setzt die Lampen einer hohen Belastung aus. Das gilt besonders für eingeschaltete Sofitten vom Typ C5W.

Ständige Vibrationen kommen bei Lampen auch nicht gut an. Nervöse Motorräder und schüttelnde Nutzfahrzeuge können schon mal das vorzeitige Ende einer Glühwendel provozieren.

Gar nichts mit dem leuchtenden Teil einer Lampe zu tun haben Probleme am Sockel. Häufiger ist Korrosion. Das kennen viele Autofahrer schon. Eine kleine Bewegung der Lampe bringt sie wieder zum Leuchten. Leider nicht dauerhaft. Rost, Grünspan und andere Ablagerungen müssen beseitigt werden. Ist der Sockel einer Lampe erst einmal schön grün, empfiehlt sich der Austausch. Vorher aber die Fassung in der Leuchte selbst auch reinigen! In hartnäckigen Fällen hilft feines Schleifpapier. Manchmal genügen auch etwas Alkohol und ein Tuch. Kein Kontaktspray verwenden! Das führt schon nach kurzer Zeit zu neuen Reaktionen der Metalle! Nicht schaden kann dagegen ein gutes Kontaktfett.

Sehr unschön sind Ausfälle von erst vor kurzem ausgetauschten Lampen. Beim Ausbau zeigt sich das Innere des Glaskolbens weiß. Schuld daran sind so genannte Luftzieher. Das Glasteil ist bei der Produktion nicht gut genug verschlossen worden, weshalb der Effekt gern bei billigen No-Name-Produkten auftritt. Bei Lampen von Osram gibt es wegen der präzisen, automatisierten Produktion und zahlreichen Checks so gut wie keine Luftzieher. Zusätzliche Sicherheit bietet die Garantie des Herstellers.

Wunder können aber auch Qualitätsprodukte nicht vollbringen. Es gibt da nämlich physikalische Grenzen. Deshalb haben Hochleistungslampen wie die Night Breaker Serie eine kürzere Lebensdauer. Sie bringen dafür eben mehr Licht auf die Straße. Helleres Licht bedeutet halt heißere Glühwendeln und damit mehr verdampfendes Wolfram. Am anderen, hohen Ende der Lebensdauerskala liegen die Longlife-Lampen. Mit ihnen beispielsweise in Rückleuchten hat der Autobesitzer für mehrere Jahre Ruhe.

Wer sein Auto liebt und kaputte Lampen nicht, sollte die Heckklappe trotzdem mit Bedacht schließen.

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  • Ich bekam von meiner Ford Werkstatt vor einigen Jahren die Night Breaker empfohlen, die ersten 2 Glühlampen hielten ca. 22 Monate, eine akzeptable Lebensdauer. Gerade vergangene Woche musste die erste der im Februar 2017 eingesetzten Lampen erneuert werden, nach nicht mal 11 Monaten. Sehr enttäuschend. Es ist nicht nur eine Preisfrage, vielmehr die Situation, dass man zur Werkstatt muss für den Wechsel, weil der gesamte Scheinwerferblock rausgeschraubt werden muss, ein Zeitfaktor. Gibt es denn da wirklich nichts Haltbareres ? Für gewährleistete längere Lebensdauer wäre ich auch bereit, mehr Geld hinzulegen. Denn die Lichtausbeute ist schon super. Ich bleibe ratlos zurück, mit freundlichen Grüßen Karin Blume
    PS. Eben lief Ihre Nightbreaker Werbung im TV, was mich zu dieser Mail veranlasste.