Vermutlich könnt ihr die Neujahrsansprachen, Jahresrückblicke und Zusammenfassungen schon nicht mehr ertragen, weil sie einem in diesen Tagen von allen Seiten um die Augen und Ohren fliegen. Deshalb beschränke ich mich hier und heute auch auf einen einzigen Kernsatz, mit dem ich das fast hinter uns liegende Jahr 2017 beschreiben möchte: Ist es nicht krass, wie vielfältig das Thema „Autolicht“ ist? Krass im sehr positiven Sinne. Natürlich wussten Fritz und ich, worauf wir uns einließen, als wir die Zusage für je einen wöchentlichen Blogartikel zu diesem Themenfeld gaben. Aber wie einfach es von der Hand geht, immer neue, spannende und unterhaltende Themenfelder zu irgendwie gearteten Beleuchtungseinrichtungen oder Farbspielen im und am Auto zu finden – das ist zumindest für mich höchst faszinierend.

Da holte uns Fritz, der verbindliche Fachmann, Techniker und Praktiker bei uns, immer wieder hinter dem Ofen vor und gab Tipps und Tricks für den beleuchteten Alltag. Wir wechselten mit ihm richtig die Lampen unseres Autos aus, lernten alles Wissenswerte über Kurvenlicht und bekamen umfassende (und manchmal auch überraschende) Antworten auf unsere Fragen rund um das Thema „Beleuchtung“ und „warum heißt eigentlich…?“.
Fritz holte uns aber auch nach dem Sommerurlaub ab und erklärte uns, wie wir das Auto nach der langen Reise wieder auf die Alltagsspur bekommen, wo die Selbst-Hand-Anleger unter euch gern mal ran dürfen oder wo ihr lieber schraubenderweise die Finger von lassen solltet. Außerdem erläuterte er die Zusammenhänge zwischen gutem Licht und weiter Sicht und welche Faktoren dafür ausschlaggebend sind. Fritz ist und bleibt unser Profi und seine beleuchteten Lach- und Sachgeschichten sind immer gut für ein aufrichtiges: „Ach, deshalb ist das also so?“

Und weil die reine Technik und das gute Hintergrundwissen gern auch in unterhaltsame Rahmen gesteckt werden, blicke ich selbst inzwischen auf eine fast dreistellige Artikelanzahl zurück, die sich weniger mit den Hintergründen und der Technik befasst als mehr mit dem Erleben von Licht. Dem Alltag und dem kleinen Wahnsinn des Autofahrens. Ihr wart dabei, als wir eine Spinne aus dem Hauptscheinwerfer meines Autos befreit haben. Ich habe euch verschiedene, meistens sehr individuelle Fahrzeugfronten und ihre charakteristischen Scheinwerfer vorgestellt und bin mit euch nach Schweden gefahren, wo es einen ganz anderen Bezug zu übergroßen Zusatzscheinwerfern am Auto gibt. Wir haben uns gemeinsam verschiedene Bauweisen von Rücklichtern und die über die Jahrzehnte immer wieder neu gestalteten Kombiinstrumente unserer rollenden Schätze angeguckt. Das alles ist Licht. Und es begleitet uns jeden einzelnen Tag, teils unbemerkt, manchmal sehr offensichtlich.

Und 2018 geht es weiter – ihr seid hoffentlich alle wieder mit dabei!
Besonders spannend finde ich die Weiterentwicklung der LED-Scheinwerfer (für den Golf VII haben wir da bald etwas sehr Schönes im Portfolio…) und die fortlaufende Digitalisierung der Tachoeinheiten und ihre entsprechende Beleuchtung. Da geht noch was. Wenn ihr selbst Themen habt, die euch auf dem Herzen brennen – immer her damit. Kommt gut ins neue Jahr, wir lesen uns!

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  • „Wenn ihr selbst Themen habt, die euch auf dem Herzen brennen – immer her damit.“

    Ich glaube mit dem folgendem Thema habt ihr schon genug Ärger (im Sinne von einem hohen Interesse) gehabt: LED Retrofit für Abblend- und Fernlicht in Scheinwerfern, die für Halogen gebaut worden sind.

    Jedenfalls hab ich da eine Anregung:
    Beim ADAC Lichttest der Glühlampen wurde von einem eurer Konkurrenten ein exisitierendes LED-Retrofitprodukt in der (≈H7)-Form in einen Projektionsscheinwerfer eines Hyundai i30 getestet. Dabei wurden keine Abweichungen der UN ECE-Werte festgestellt. Wäre „lichttechnisch“ in Ordnung für eine Nachrüstung.

    Wie sieht es da aus? Könnte man hier nicht eine Teilzulassung für H1/H7 Scheinwerfer mit Projektionslinse bewirken, wenn der TÜV dies zum Beispiel nach dem Einbau überprüft/einträgt?

    Aufjedenfall noch einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 🙂

    • Hi Richi, egal von welchem Hersteller, besitzen diese Produkte aktuell keine ECE-Zulassung. Das bedeutet, dass sie nicht auf öffentlichen Straßen verwendet werden dürfen. Achtung: Der Gebrauch auf öffentlichen Straßen führt zum Verlust von Betriebserlaubnis und Versicherungsschutz. Leider können wir zu möglichen Teilzulassungen keine Informationen geben. Viele Grüße, dein OSRAM Automotive-Team

  • Sehe es ähnlich wie Richi.
    KFZ-LED-Retrofits sind ein gigantischer unnötig brach liegender Markt. Inzwischen ist die Technik soweit, dass das problemlos funktioniert. Auch bei Rückleuchten und Blinkern. Da gibts sogar Produkte von Osram / Sylvania. Hier sollte unbedingt mehr Druck auf die Gesetzgebung ausgeübt werden, damit die höchst sinnvolle Aktualisierung der KFZ-Außenbeleuchtung endlich aus der „Schmuddelecke“ herauskommen kann!