Nun ist ja im Osram-Team genau genommen das ganze Jahr über Lichterzeit. Aber gerade vor Weihnachten fühlen wir uns ein bisschen so wie passionierte Biertrinker bei einer Brauereibesichtigung. Obwohl zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang der graue Tag gerade mal Spielfilmlänge hat, leuchtet es nach Einbruch der offiziellen Dunkelheit an allen Ecken und Enden umso heller. Weihnachtszeit. Die Menschen schmücken ihre Tannen im Garten, ihre Häuser und die Innenstädte. Sie hängen lange Girlanden mit Glühlampen in allen Regenbogenfarben überall auf und machen damit das Dunkel ein bisschen heller.

Zwischen dem Weihnachtsignorierer ganz ohne Lampen und dem amerikanisch angehauchten Allesbeleuchter, der sein Eigenheim mit tausenden Leuchtflecken so hell illuminiert, dass man es auch noch aus dem Weltall gut sehen kann, gibt es noch die ganz normalen Menschen. Die, die sich an Lichterketten und Kerzen erfreuen. Das gelingt geschmacklich nicht immer im Sinne aller anderen Anwohner, oft finden sich Vorgartenkiefern liebevoll in hellblau ballernde Neongirlanden eingewickelt wieder. Auch blinkende Schlitten mit Rentier Rudolf im Maßstab 1:1 sowie der schon in den 90ern nicht mehr witzige fassadenkletternde Weihnachtsmann treffen nicht immer die ästhetischen Druckpunkte der mitbeleuchteten Nachbarn, aber Geschmack ist nun mal Eigenbau. Wo sich inzwischen alle einig sind: Leuchtdiode! Während ein festlich beleuchtetes Einfamilienhaus in den 70ern noch den Stromverbrauch eines kompletten Einkaufszentrums hatte, sind es heute bei doppelter Lampenzahl und dreifacher Helligkeit nur noch ein paar Watt. Und auch die abgegebene Wärme ist nicht mehr so hoch, dass Zugvögel umdrehen und am Heiligen Abend die Tulpen auf dem Rasen blühen.

Das Thema LED ist in den erleuchteten Innenstädten inzwischen längst angekommen. Während ich wie in jedem Dezember langsam durch meine Heimatstadt Uelzen im nördlichen Niedersachsen fahre, entdecke ich immer mehr blau-goldene LED-Sternschnuppen, welche die klassischen hängenden Stäbe mit „alten“ Glühlampen ersetzen. Ich bin mit den alten Lichtern aufgewachsen, sie spannten sich vor Weihnachten immer wie ein Engelsdach über die verkehrsberuhigten Hauptstraßen und tauchten den Weihnachtsmarkt in ein warmes Licht. Warm ist allerdings das Stichwort: Durch das Ersetzen der alten Glühlampen durch LED-Technik werden in diesem Jahr fast 90% Stromkosten gespart. Wir sprechen hier von tausenden Kilowattstunden. Also macht das schon Sinn. Und irgendwie sieht es immer noch schön aus, auch wenn das kleine Kind von damals es nicht so ganz versteht.

Auf den Bildern ist übrigens noch die alte Beleuchtung zu sehen. Wie das heute da aussieht – das müsst ihr schon selbst rausfinden. Während ich im Schneckentempo von Düften nach Glühwein und Bratwurst durchs leicht geöffnete Seitenfenster koste, denke ich über LED im Auto nach. Da wird sich noch einiges tun, da sind wir ja immer noch ganz am Anfang der Möglichkeiten. Das Licht der mir langsam entgegenkommenden Autos ist echt hell, wenn es immer wieder aufgeblendet wird. Es ist schon beeindruckend, welche Möglichkeiten sich im Kfz-Bereich in der Lichttechnik ergeben. Und nochmal aufblenden. Und nochmal. Der danach auch. Klasse sieht das aus.
In einem kurzen, hellen Moment geht mir auf, dass die anderen mir was sagen wollen. Oh. Bei all der Festbeleuchtung ist mir gar nicht aufgefallen, dass ich seit dem Verlassen der Parkbucht mit Standlicht fahre. Ups. Na denn – frohe und beleuchtete Weihnachten!

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