Die Abschlussscheiben von Scheinwerfern bestehen heute praktisch nur noch aus Polykarbonat. Das ist sehr widerstandsfähig gegen Steinschläge. Was, aber, wenn doch ein Loch entsteht? Sofort dichten, sonst wird der Schaden noch größer! Zur Not helfen Kaugummi oder Pflaster aus dem Verbandskasten.

Wasser ist Gift für die Innereien eines Scheinwerfers. Deshalb Schäden schnell abdichten!

Manchmal macht sich das Unheil mit einem hörbaren Schlag bemerkbar. Nach dem darauf folgenden, baldigen Stopp zeigt sich die Ursache: Ein Steinschlag hat die Abschlussscheibe eines Scheinwerfers bös erwischt. Oder aber man entdeckt den Schaden erst nach Ankunft am Ziel.

Die Reparatur ist teuer, guter Rat für die Vermeidung noch höherer Kosten nicht. Zwar muss heutzutage in aller Regel das gesamte Scheinwerfergehäuse ausgetauscht werden, auch wenn nur das gern immer noch Streuscheibe genannte Vorderteil einen Schaden hat. Aber für manche Scheinwerfer gibt es Reparatursätze. Sie bestehen aus einem leeren Gehäuse, in das dann zum Beispiel das alte Projektionsmodul eingesetzt wird. Das spart richtig Geld. Im Fall des Falles also in der Werkstatt fragen!

Damit aber so eine Reparatur gelingt, dürfen die Innereien des Scheinwerfers selbst nicht geschädigt sein. Also darf kein Wasser oder Schmutz durch ein Loch oder einen Sprung in den Scheinwerfer eindringen. Abdichten, heißt die Devise. Gute Mittel sind Isolierband und Klebefolien. Ist beides nicht im Auto, taugt Kaugummi als Notbehelf. Ein anderes findet sich im Erste-Hilfe-Material: Pflaster. Die sind zwar nicht ganz wasserdicht, aber ein mit ihnen befestigtes Stück Kunststofffolie durchaus. Letzteres lässt sich aus einer Einkaufstüte gewinnen.

Regen, Schnee und Schmutz können den wertvollen Innereien danach also erst einmal nichts mehr anhaben. Vermeidet aber die Nutzung der Scheinwerfer-Reinigungsanlage! Der hohe Druck der „Dusche“, die Reinigungsmittel und vor allem der Frostschutz können den Kleber von Bändern und Pflastern schnell auflösen. Wer sichergehen will und die gekoppelte Windschutzscheiben-Waschanlage braucht, sollte die Sicherung für die Dusche herausnehmen. Versierte können auch den Stecker an der Hochdruckpumpe abziehen.

Insgesamt sind Löcher und durchgehende Risse in den Polykarbonatscheiben aber seltener als es der Glasbruch bei den alten Streuscheiben aus Glas war. Bei den meisten Steinschlägen wölbt sich die Scheibe nur etwas nach innen und springt danach wieder in die Ausgangslage zurück. Eine sichtbare Macke bleibt leider meist zurück, beispielsweise weil der Lack auf der Oberfläche platzt. Das ist ähnlich wie bei den Steinschlägen auf dem Karosserielack. Davor ist kein Auto gefeit. Und kein Scheinwerfer.

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