Autolicht ist mehr als Spitzenlampen, tolle Scheinwerfer und die angesagteste Technik. Eine ganze Reihe weiterer Faktoren haben Einfluss darauf, wie gut es ist.

Da hat man(n) viel Geld in einen Tieferlegungssatz für den Renner aus Bayern investiert und auf der ersten Nachtfahrt will keine so rechte Freude am neuen Sportfahrwerk aufkommen. Die Scheinwerfer scheinen nicht in Ordnung zu sein. Jedenfalls sieht der frischgebackene Sportfahrer nicht viel.

Tiefer leuchtet nicht weiter: Nach Umbauten am Fahrwerk müssen die Scheinwerfer neu eingestellt werden.

 

Die Freude kann bei der nächsten Nachtfahrt zurückkehren. Der begabte Schrauber muss zuvor nur die Scheinwerfer neu einstellen lassen. Die Sache ist nämlich ganz einfach: Jede Veränderung am Fahrwerk hat einen Einfluss auf Ausrichtung und Reichweite des Lichts. Dazu muss nicht einmal die Höhe des Fahrzeugs erheblich verändert werden. Es beginnt schon bei einem Austausch der Stoßdämpfer. Der kann dazu führen, dass das Auto ein paar Millimeter höher oder tiefer steht. Vor allem, wenn nur eine Achse neue Dämpfer bekommen hat, sind die Auswirkungen oftmals recht groß. Erst recht sind sie überdeutlich sichtbar, wenn beispielsweise die Vorderachse des chicen, keilförmigen Aussehens wegen mehr abgesenkt wird als das Heck. Jeder kleine Winkel verändert die Ausleuchtung in 50 und mehr Meter Entfernung vor dem Auto dramatisch.

Auch erheblich veränderte, sprich in der Regel viel breitere,  Bereifung verändert die Höhe der Scheinwerfer und bedingt eine Neueinstellung. Selbst vom Normalwert abweichender Luftdruck in den Pneus bringt das Licht etwas durcheinander. Aus diesem Grund kontrollieren gründliche Lichteinsteller den Druck vorher.

Dass beladene Koffer- oder Laderäume eine Auswirkung auf die Leuchtweite haben, sollte allen bekannt sein. Gern übersehen wird, dass der Kraftstoff ebenfalls Gewicht darstellt. Gerade bei großen Tanks hat der Füllgrad einen Einfluss. Auch darauf achten sorgfältige Mechaniker auf mindestens drei Viertel Füllung, bevor sie an Einstellschrauben drehen.

Auf das alles geachtet und trotzdem ist das Licht schlecht? Dann kommt womöglich eine der häufigsten Ursachen für mäßige Performance der Scheinwerfer in Betracht. Insgesamt zu niedrige Betriebsspannung ist zum Beispiel bei älteren Generatoren („Lichtmaschine“) oder verschlissenen Batterien gar nicht unüblich. Noch häufiger treten aber  Spannungsverluste in Relais und Kabeln auf, so dass die Spannung direkt am Scheinwerfer deutlich unterhalb der optimalen 13,5 bis 13,8 Volt liegt. Die Suche nach der Ursache braucht Fachkenntnisse, lohnt sich aber. Die Beseitigung kann ein ganz neues Lichtgefühl erzeugen – auch und gerade, wenn neue Hochleistungslampen wie die Night Breaker von Osram montiert sind. Denn gerade sie brauchen die korrekte Betriebsspannung.

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