So manche Lichtfunktion ist bei modernen Autos nur über Software gesteuert. Und über diese lässt sich einiges auch aktivieren oder deaktivieren. Wie es euch gefällt – in Grenzen.

Tagfahrlicht mit dunklen Rückleuchten. Dimmende Abbiegeleuchten. Automatisches Einschalten des Standlichts beim Aufschließen mit dem Funkschlüssel. – Das sind nur ein paar der Features, mit denen die Autohersteller in den vergangenen Jahren ihre Kundschaft beglückt haben. Den meisten Autofahrern wird das gefallen haben. Doch was ist, wenn nicht? Dann hilft vielleicht ein Software-Flash.

Klar, etliches beim Autolicht ist vorgeschrieben und dann sind auch keine Änderungen daran möglich. Einleuchtend ist beispielsweise, dass Bremsleuchten beim Tritt auf die Bremse angehen müssen. Aber schon Nebelscheinwerfer sind nirgends vorgeschrieben und erst recht nicht solche Kombinationen, die beim Abbiegen kurz aufleuchten und dann langsam wegdimmen. Manche hassen diese Schaltung, zumal der Wert der Ausleuchtung bei manchen Autos eher vernachlässigbar ist. Bei einigen, aber längst nicht allen Fahrzeugmodellen kann die Werkstatt die Funktion wegflashen. Die Möglichkeit zur Nutzung als Nebellicht bleibt dabei erhalten. Das kann etwas kosten, aber vermutlich eher weniger als im umgekehrten Fall, dem Einschalten neuer Features.

Die Autohersteller versorgen nicht alle Märkte mit den gleichen Funktionen. Mitunter sind auch gesetzliche Regelungen maßgeblich. Deshalb lässt sich über die Software in den Steuergeräten einiges machen. Wie viel davon der Hersteller zulässt, ist eine andere Sache. Es lohnt sich aber im Einzelfall durchaus, bei der Werkstatt danach zu fragen.

Ein schönes Beispiel für über die Grenzen des persönlichen Geschmacks hinausgehende, sinnvolles Aufrüsten des Lichts ist gar die Schaltung des Tagfahrlichts. Da war es vor ein paar Jahren in Kreisen von Herstellern angesagt, die Rückleuchten bei Tag ausgeschaltet zu lassen. Das ist nach den Vorschriften erlaubt, wird aber von Lichtexperten mehrheitlich kritisiert. Inzwischen haben Autofirmen darauf reagiert und lassen das Rücklicht am Tag wieder an. Und in vielen Fällen lässt sich dieser Zustand per Software-Flash bei den älteren „dunklen Modellen“ nachrüsten. Bei Interesse einfach mal fragen!

Das gleiche gilt, wenn die Arbeit des Lichtsensors nicht gefällt, er also beispielsweise das Abblendlicht zu oft ein- oder vor allem ausschaltet. Die Schaltschwellen lassen sich oftmals verändern. Es gibt sogar Autos, bei denen der Fahrer das selbst machen kann. Die Betriebsanleitung sagt dann, wo sich in den Tiefen eines Einstellmenüs der entsprechende Punkt findet. In anderen Fällen muss wieder die Werkstatt mit neuer Software ran.

Was möglich ist, hängt sehr vom Hersteller und dem Modell ab. Und von der Werkstatt. Dort muss man womöglich eindringlich nachfragen. Der gesamte Umfang der Möglichkeiten ist oftmals nicht jedem Mitarbeiter bekannt.

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