Cockpits. Dashboards. Kombiinstrumente. Wir Autofahrer gucken jeden Tag auf die Anordnung von Tacho, Drehzahlmesser, Uhr und anderen Instrumenten. Mal sind sie beleuchtet, mal nicht. Keiner dieser Instrumententräger gleicht dem anderen, und in den letzten 50 Jahren sind wahre Wunderwerke der mehr oder weniger geschmackvollen Cockpitbeleuchtung und -gestaltung entstanden. In dieser kleinen Reihe stellen wir euch einige davon vor. Heute sitzen wir bei Nacht in einem Ford F-100 Pick-up aus den 70ern.

Ambient-Beleuchtung, Lounge-Licht und dezente Illuminierung des Fahrzeuginnenraums sind in aller Munde. Neue Fahrzeuge bieten das mehr oder weniger ab Werk, bei älteren lässt sich das je nach Land und einzuhaltenden Vorschriften nachrüsten. Während aber heute scharf konturierte, hochauflösende Displays mit bunten Lichtleisten konkurrieren, hat man in Amerika in den Brot-und-Butter-Autos der 70er schon eine ganz eigene Ambient-Beleuchtung realisiert. Während der durchschnittliche Deutsche damals noch auf den einen runden Tacho seines Käfers guckte oder im Kadett immerhin mehrere Instrumente nebeneinander sah, beleuchtete man bei Ford sogar die Kleinlastwagen, die sehr populären Pick-ups, nahezu episch und dabei doch dezent.

Denn in Nordamerika hat ein Laster mit Pritsche, ein Truck, nicht den gleichen arbeitsreichen Status wie in Europa. Ein Truck ist ein Lebensgefühl, das war schon immer so und das ist auch heute noch so. Die Verkaufszahlen der meist recht preiswerten, aber riesengroßen Straßenmonster sind ungebrochen hoch, sie werden von jungen wie alten Menschen gefahren – und wahrlich nicht alle von ihnen benötigen eine Ladefläche für das, was sie am Tag so machen. Aber na gut, der durchschnittliche Berliner Hipster fährt mit seinem zwei Meter hohen SUV ja auch eher selten ins Gelände. Und aus dem Grund waren Pickups auf der anderen Seite des Ozeans schon immer fast so komfortabel und so gut ausgestattet wie die normalen Limousinen. An dem beleuchteten Kombiinstrument im Truck von Thomas zeigt sich das gut.

Obligatorisch sind Kühlwassertemperatur und Tankinhalt. Hinzu kommt, ganz Ami-like, noch das Amperemeter (hier kann man mit viel Fantasie sehen, ob die Lichtmaschine mehr Strom liefert, als das Auto gerade benötigt) und ein Ölthermometer. Das ist besonders wichtig bei bergigen Strecken, womöglich noch mit einem Anhänger voller rassiger Pferde hinten dran. Die schwarz hinterlegten Armaturen sind angenehm blaugrün beleuchtet, blenden nicht und sind auch in schwärzester Nacht noch scharf und gefühlt ermüdungsfrei abzulesen. Herrlicher, damals noch gar nicht so geschätzter Nebeneffekt: Sie leuchten so dezent, dass sie in keinem Fall von der Straße ablenken. Das kann heute nicht jedes KI von sich behaupten, einige sind heller als die komplette Innenstadtbeleuchtung.

Macht das nicht Lust auf mehr? Oder findet ihr das aus heutiger Sicht eher langweilig? Wenn ihr in eurem Auto auch einmal wieder auf andere Lampen (vielleicht in anderen Farben) gucken wollt, informiert euch bei Osram, was möglich und erlaubt ist. Neuen Lack und Tuning kann ja jeder. Aber gutes Licht – das können vor allem wir!

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