Kommuniziert euer Auto mit euch? Fahrt ihr eins, was ab und an mal warnt, erzählt oder bemerkt? Ich meine nicht den Audi Urquattro aus den 80ern, der einen mit herrischer, weiblicher Digitalstimme zum Anschnallen treibt. Ich meine Fehlermeldungen, die ausgeschrieben oder so spezifiziert sind, dass aus ihnen klar hervorgeht: Eine Lampe ist kaputt. Die einen nervt das, die anderen finden es hilfreich. Denn wenn der Sommer sich dem Ende entgegen neigt und die Abende wieder früher von Dunkelheit begleitet werden, ist es gefährlich, wenn Teile der Beleuchtung nicht funktionieren. Nervige Meldungen hin oder her. Aus gegebenem Anlass bin ich dem aktuellen, mit einem Piep hervorgehobenen Text im Display mal nachgegangen.

Ah. Die große Schaufensterscheibe des Supermarkts bringt es an den Tag. Ich habe mein Auto davor gestellt, um einmal die verschiedenen Lampen sich darin spiegeln zu sehen. Das rechte hintere Bremslicht funktioniert nicht mehr, das zeigte sich auch daran, dass die Fehlermeldung erst beim Bremsen kam. Der erste Schritt ist schnell gemacht – das Auto wieder in eine Parklücke lenken und (wenn es die Zeit erlaubt) einmal hinten an den Lampenträger rangehen, um zu gucken, was los ist. Je nach Fahrzeugtyp komme ich mehr oder weniger schnell an die Lampen ran, bei diesem älteren Mercedes lässt sich der Lampenträger sogar von Hand aus dem Rücklicht nach innen herausdrehen. An dem kleinen Träger stecken die Kontakte zum Rücklicht, im Träger drin die 21-Watt-Lampe mit kombiniertem Rücklicht und Bremslicht. Zwei Fäden.

Sowohl die metallischen Kontakte des Lampenträgers als auch Plus und Minus des Bayonettsockels der Lampe sind über die Jahre des Draußenparkens bei Feuchtigkeit und Kälte schon ein wenig matt und leicht korrodiert. Wir Profi-Laternenparker haben für solche Fälle hinten im Werkzeugfach immer einen Schraubendreher und ein kleines Stückchen weiches Schmirgelpapier. Mit dem Schraubendreher kratze ich die Kontakte frei, soweit ich da rankomme auch die hinten am Rücklicht, wo der Lampenträger aufgesetzt und mit einem beherzten Dreh verankert wird. Mit dem Schmirgelpapier schleife ich den kleinen doppelten Fußkontakt aus Blei frei und bringe die Seiten des Sockels wieder metallisch zum Glänzen. Wow. Sieht aus wie am ersten Tag. Ein prüfender Blick gegen das Licht, ob beide Glühfäden optisch noch intakt sind – jetzt könnte das Problem bereits gelöst sein.

Alles wieder zusammenstecken und einsetzen, Zündung an und Bremse treten … Ha. Keine Fehlermeldung mehr. Dieses Mal war das Problem also nur ein wenig Korrosion und schnell behoben. So einfach kann das sein. Euch empfehle ich an dieser Stelle drei Schritte: Erstens legt euch ein wenig Schleifpapier und einen kleinen Schraubendreher in den Kofferraum oder die Werkzeugklappe, das braucht man häufiger, als man meint. Zweitens checkt euer Ersatzlampenset und füllt es gegebenenfalls mit neuen, hochwertigen Lampen von Osram auf, solange noch alles leuchtet. Draußen, im Dunkeln, irgendwo auf einer Überlandstraße werdet ihr froh sein, bei Bedarf Ersatz zu haben. Und drittens schaut doch einmal, bevor ihr euch auf den Weg macht, in unserem Lampenfinder nach den passenden Lampen für euer Fahrzeug. Damit ihr alle gut beleuchtet durch den Herbst kommt. Gute Fahrt!

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