Sie gehören zu den seltensten Exemplaren der Gattung Halogenlampen, H1Spot und H3Spot. In einigen wenigen Scheinwerfern bringen sie ein leicht besseres Licht. Spotlampen erzeugen ganz schön Verwirrung. Obwohl das Wort es vermuten ließe, sind sie nicht nur für Spotlicht vorgesehen, also ein Fernlicht mit sehr schmalem Lichtkegel. Im Gegenteil profitieren für sie ausgelegte Abblendscheinwerfer besonders von ihnen.

In den Lampen mit dem Zusatz „S“ wie in H1S und H3S ist die Glühwendel so ausgelegt, dass das Licht von einer möglichst kleinen Stelle – Englisch Spot – ausgeht. Sitzt die dann genau im Brennpunkt eines für die Spotlampe konstruierten Scheinwerfers, kann der eine genauere Hell-/Dunkelgrenze und etwas höhere Reichweite produzieren. Die Unterschiede in der Auslegung sind aber sehr klein. Deshalb kommen jene Scheinwerfer auch mit einer ganz normalen H1 oder H3 zurecht. Und sie müssen es auch. Die Zulassungsvorschriften verlangen das. Die Sockel der Spot-Varianten unterscheiden sich deshalb auch nicht von ihren weit gebräuchlicheren Geschwistern. Nur ist das Licht dann ein klein wenig schlechter. Beim sehr genauen Hinschauen fällt vielleicht ein Unterschied am rechten Straßenrand auf.

Welche Autos und ihre Scheinwerfer sind überhaupt für Spotlampen ausgelegt? Es sind nur noch sehr wenige. In Neukonstruktionen werden sie nicht mehr vorgesehen. Und in der Vergangenheit hatte die „S“ ihre größten Fans in Frankreich. Vor allem beim dortigen Scheinwerferhersteller Valeo – auch bekannt unter seiner Marke Cibié – entstanden eine ganze Reihe solcher Scheinwerfer und alle sind von Kennern für ihre Performance geschätzt. Vor allem Citroën baute sie ein. Auch in Skandinavien, wo gutes Licht geschätzt wird, hatten die Spot-Technik einen Hot-Spot. Setzte Volvo die H1 ein, war es eine H1S. Diesen Lampentyp darf man allerdings nicht mit der Zweiradlampe HS1 verwechseln. Diese ist wesentlich gebräuchlicher, aber ganz etwas Anderes.  Sie würde nicht passen.

Doch woran erkennt man, dass ein Scheinwerfer für Spotlampen optimiert ist? Das ist ein schwieriges Kapitel. Manchmal, aber leider nur selten, trägt das Gehäuse den Hinweis „H1S“. In anderen Fällen erwähnt die Betriebsanleitung es. Noch komplizierter kann sich die Beschaffung einer Ersatzlampe gestalten. Es gibt sie praktisch nur als Originalersatzteil von Autoherstellern in deren Markenwerkstätten. Eher selten ist sie dort auf Lager.

Es gibt gute eine Alternative zu langwierigen und vermutlich auch teuren Bestellungen. Eine moderne Weiterentwicklung der Spot-Technik stellen die Night Breaker von Osram dar. Deren Technik setzt unter anderem ebenfalls auf eine möglichst kleine leuchtende Stelle der Wendel. Experten sprechen von erhöhter Luminanz. Und die ist bei der leistungsfähigsten Scheinwerferlampe von Osram sogar noch höher, als bei der H1S. Die Night Breaker ist sozusagen eine Super-Spotlampe.

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