Ob strahlender Sonnenschein oder herrlich warmer Regen – in diesem Sommer werden wir nicht wirklich mit gutem Wetter verwöhnt, aber wenigstens ist es lange hell. So lange, dass Fahrten mit dem eigenen Auto selten bei Dunkelheit stattfinden, und so bemerken wir meistens gar nicht, welche Lämpchen und Lampen momentan nicht funktionieren. Dabei ist es doch im Sommer viel angenehmer, kaputte oder mindestens korrodierte Lampen zu tauschen oder zu reinigen. Wenn es erst mal Herbst wird, hat man da ja meistens keine Lust zu. Deshalb richtet euren Blick doch beim Einsteigen mal nach oben in den Himmel. Also, den Wagenhimmel. Entweder vorn oder an den Seiten oder überall gleichzeitig sollten kleine Lämpchen dafür sorgen, dass ich auch des Nachts beim Ein- und Aussteigen nicht im Dunkeln tappe. Tun sie das?

Je nach Alter des Autos ist es ganz normal, wenn die kleinen Lämpchen verschiedener Bauform irgendwann das Zeitliche segnen. Die Abdeckung aus Kunststoff lässt sich meistens mit einem kleinen Schraubendreher vorsichtig abhebeln und schon liegt das Lämpchen brach. Hier bietet sich jetzt an, mal zu schauen, ob es von Osram vielleicht einen passenden, schöneren Ersatz gibt? Wenn der leuchtende Glaskolben im Dach noch intakt ist, aber trotzdem bei offener Tür nicht leuchten mag, könnte die Ursache auch in einem verschmutzten oder defekten Kontaktschalter in der betreffenden Tür liegen. Habt ihr die schon einmal gesehen? Die sind mehr oder weniger groß, bestehen aus einem kleinen Schieber und dahinter aus einem Taster als Öffner. Das bedeutet, wenn man ihn drückt (Tür zu), ist der Stromkreis unterbrochen und die Lampe leuchtet nicht. Wird er „losgelassen“ (Tür auf), schließt er den Stromkreis und das Licht im Innenraum geht an. Zumindest bei den handelsüblichen Fahrzeugen, bei neueren oder seltenen Exoten ist die Innenlichtsache gern auch mal anders gelöst.

Ist der kleine Taster irgendwo am Rahmen des Autos in Reichweite der Tür lokalisiert, kann zunächst herausgefunden werden, wie man den denn herausbekommt. Einige sind nur gesteckt, andere geschraubt oder von innen mit einer Mutter fixiert. Manchmal ist es also unabdingbar, auch von innen an das kleine Bauteil heranzukommen, dazu muss je nach Automodell die Verkleidung entfernt werden. Hinten am Taster sind zwei Kabelchen dran, eins ist Masse und das andere der entsprechende stromführende Leiter zur Lampe. Sind beide am Stecker sauber und sitzen korrekt drauf? Vielleicht ist auch das Kabel weiter hinten in den Innereien des Kabelbaums gebrochen, aber davon habe ich in diesem Fall noch nicht gehört. Wenn ihr nun den Taster drückt und wieder loslasst, sollte das Licht im Innenraum an- und ausgehen. Verschmutzte oder defekte Taster erkennt man am knirschenden Geräusch beim Drücken, manchmal sind die Stifte auch schon abgebrochen oder stecken im Inneren fest. Ersatz kostet je nach Fahrzeug 10-20 Euro, also nicht der Rede wert.

Natürlich gibt es auch in ganz filigranen Baureihen Steuergeräte für die Innenraumbeleuchtung. Wenn die kaputt sind, dann kann ich euch auch nicht mehr helfen. Und wenn ihr schon so am herumschauen in eurem Auto seid – überlegt doch mal, gleich auf eine feine Ambiente-Beleuchtung umzurüsten. Die kostet nicht die Welt und sieht spätestens im Herbst, wenn es kalt und nass und dunkel wird, supercool oder superwarm aus. Stöbert doch mal rein. Und macht das jetzt, solange es noch nicht regnet oder schneit!

 

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