Cockpits. Dashboards. Kombiinstrumente. Wir Autofahrer gucken jeden Tag auf die Anordnung unserer Instrumente. Mal sind sie beleuchtet, mal nicht. In den letzten 50 Jahren sind wahre Wunderwerke der mehr oder weniger geschmackvollen Cockpitbeleuchtung und -gestaltung entstanden. In dieser kleinen Reihe stellen wir euch einige davon vor. Heute geht es mal rund. Und analog. Wie viel Information ist eigentlich wirklich nötig?

Als Deutschland mit dem Käfer während der Wirtschaftswunderzeit in die Sommerfrische rasselte, war das der Inbegriff von Freiheit und Unabhängigkeit. Ein Rundinstrument gab Auskunft über die Geschwindigkeit und den Tankinhalt, alles andere war Landschaft, Vorfreude und Fahrtwind. Als die Autos technisch aufwendiger wurden, kamen mehr sinnvolle Anzeigen dazu. Parallel wurde es ab den 60ern schick, möglichst viele Anzeigen nebeneinander und untereinander auf dem Armaturenbrett anzuordnen, was in den 90ern in wahren Cockpits gipfelte. Die dann auch so genannt wurden. Und dann kamen die Displays. Irgendwo dazwischen gab es eine Zeit, in der eine Handvoll Instrumente Auskunft gaben über die Zeit, das aktuelle Vorankommen und den Gesundheitszustand des Motors. Das genügte. Was haben wir denn da so vor den Augen gehabt?

Die Zeituhr für die Uhrzeit, nicht selbstverständlich in Automobilen vor 1970. Daneben der Tacho mit einem Gesamtkilometerzähler und einem Tageskilometerzähler, beides mechanisch von einer Welle angetrieben. Wie schnell fahre ich, und wie weit bin ich heute gefahren? Sportlich, oder je nach Ausstattung auch luxuriös, gibt sich der Drehzahlmesser. Eigentlich kennt jeder nach ein paar Tagen sein Auto, die Drehzahlen bei den einzelnen Geschwindigkeiten und die Momente, an denen geschaltet werden muss. Aber spätestens seit Steve McQueen ist es einfach toll, wenn ein roter Zeiger beim Gasgeben nach oben zuckt. Oft befanden sich irgendwo, beim Ford Taunus GXL, schlecht ablesbar in der Mittelkonsole, noch Anzeigen für den Tankinhalt, den Stromfluss zwischen Lichtmaschine und Batterie, die Kühlwassertemperatur und den Öldruck. Alles darüber hinaus ist pures Entertainment.

Wenn ich ein Lämpchen an so einem Kombiinstrument wechseln möchte, dann habe ich es nach dem Lösen von vier versteckten Schräubchen ausgebaut. Tachowelle aushaken, Stecker vom Kabelbaum abklipsen, und schon liegt es auf meinem Schoß. Die 3W-Lampen (tatsächlich auch hier von Osram, ich bin begeistert) stecken in einem kleinen Sockel, der wiederum hinten auf dem Instrumententräger in einer Leiterfolie steckt. Einfacher und robuster geht es fast nicht, dieses Prinzip ist noch Jahrzehnte so weitergeführt worden. Simpel macht glücklich. Mich zumindest. Aber vielen von euch genügt das nicht, und das ist auch verständlich.

Ein Auto ist heute weniger Statussymbol oder Reisemobil, es ist heute Lifestyle. Um den Motor kümmert man sich wegen Wartungsflatrates und Leasingkomplettangeboten nicht mehr selbst, er ist ohnehin unter der Haube kaum noch zu sehen und fast nicht zu hören. Nach wie vor ist die Geschwindigkeit relevant, alles andere dient dem Komfort und dem Entertainment. Ambient-Beleuchtung, Lounge Feeling, Soundsysteme und Smartphone Connectivity haben Öldruckmesser und Zeituhr abgelöst. Und das ist auch okay so. Die Welt dreht sich weiter, Ansprüche ändern sich und das Automobil erfährt gerade einen Umbruch in seinem Dasein wie noch nie seit seiner Erfindung. Wie steht ihr im Jahr 2017 zum Auto? Was bedeutet es euch? Fühlt euch gut beleuchtet und angemessen unterhalten. Osram liefert die passenden Lampen dazu! Ich selbst … werde wohl langsam alt.

 

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