Cockpits. Dashboards. Kombiinstrumente. Wir Autofahrer gucken jeden Tag auf die Anordnung von Tacho, Drehzahlmesser, Uhr und anderen Instrumenten. Mal sind sie beleuchtet, mal nicht. Keiner dieser Instrumententräger gleicht dem anderen, und in den letzten 50 Jahren sind wahre Wunderwerke der mehr oder weniger geschmackvollen Cockpitbeleuchtung und -gestaltung entstanden. In dieser kleinen Reihe stellen wir euch einige davon vor. Wann habt ihr zuletzt grünes Licht in den Armaturen gesehen?

Früher … ja, früher war alles anders. Nicht besser. Nur anders. Ein BMW hatte rote Armaturen, ein Audi oder ein VW weiße. Viele Franzosen und einige Italiener trugen im Inneren ein frisches Grün, genau wie Fords in den 70ern. Heute, wo weiße und bläuliche LEDs die Tachodisplays erhellen, kommt einem das regelrecht antik vor. Dabei waren die Gedanken der Hersteller damals durchaus nach vorn gerichtet, die gewählten Farben galten nicht nur als Designgag. Konstrukteure hatten sich tatsächlich Gedanken gemacht, warum sie dem Licht der Instrumente in einem Auto eine bestimmte Farbe gaben. Setzen wir uns in einen älteren Franzosen, zum Beispiel einen Citroën XM.

Grün wirkt beruhigend, ohne dabei zu ermüden. Theoretisch also perfekt für eine lange Nachtfahrt in einer gleitenden Limousine. Der Blick in grünes Licht ist niemals anstrengend, sondern stärkt die Sinne für alle anderen Eindrücke. Das Auge wird nicht permanent zu den Instrumenten abgelenkt, es besteht auch keine Verwechslungsgefahr mit den weißen oder roten Lichtern der anderen Verkehrsteilnehmer. Außerdem bietet Grün einen guten Kontrast zu fast allen anderen Farben, was ein Grund für die grünen Tafeln in der Schule war. Die sind inzwischen meistens den „Whiteboards“ gewichen und werden mit schwarzen Eddings bekrakelt. Und auch grünes Licht ist fast komplett verschwunden.

Schade eigentlich. Die beruhigende Wirkung dieser Farbe hat tatsächlich medizinischen Charakter, auch wenn man in den 70ern ein wenig mit der dahingehenden Gestaltung öffentlicher Räume übertrieben hat. Der Triumph der Natur über den Winter, neues Leben, tandaradei ♫ und freie Fahrt durch grüne Ampeln … ups. Herzpatienten aufgepasst – der Farbe Grün wird in der Lichttherapie eine Wirkung auf die Balance zwischen Herz und Niere nachgesagt. Nun sei einmal in den Raum gestellt, dass die Fahrer älterer französischer Limousinen gut daran tun, auf beruhigende Farben zu blicken. Da macht jeder so seine eigenen Erfahrungen. Am Ende ist es auch eine Frage des Zeitgeschmacks und der persönlichen Neigung, auf welches Licht man im Cockpit gern blicken möchte. Nicht zuletzt sind deshalb bei vielen modernen Autos die Farben der Beleuchtung selbst konfigurierbar.

Auf was für Licht guckt ihr in eurem Auto? Vielleicht seid ihr nicht zufrieden und möchtet gern frische oder andere Akzente reinbringen? Osram bietet eine Vielfalt an Produkten an LEDriving Retrofit Produkten, die sich bei allen herkömmlichen Fahrzeugen mit wenigen Handgriffen einbauen lassen. Lasst euch doch mal drauf ein, auch wenn es nicht grün leuchtet.

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  • Also ich schaue auf grünes Licht. Und Dank Night-Panel-Taste kann man Beleuchtung von Radio, Klimadisplay, Tankanzeige, Temperaturanzeige, Ladedruckanzeige und Drehzahlmesser sowie Tacho über 140km/h noch per Knopfdruck abschalten. Saab hatte das gut verstanden. Die meisten anderen Hersteller leider nicht 🙂

  • Schöner Artikel.
    Grün, der SAAB ist grün 🙂 und ich kann mit „Night Panel“ die beleuchtung auf das Minimum einstellen.
    Moderne Lichorgeln im Inneren aneer Modelle nerven mich. Der Kuga meiner Frau hat das Ambientelicht zum Ändern. Aber das nützt nix, Tacho und andere Anzeigen sind immer noch weiß. Der Rest im Fußraum ist Lichtverschmutzung im Innenraum und lenkt nur ab.

    Gute Fahrt
    Herbert