Herrlich, wenn man als Unternehmen nicht nur von Neuigkeiten berichten kann, sondern auch aktiv an der Entwicklung neuer Technologien beteiligt ist. Das mit der BILUX-Lampe ist schon ein wenig länger her, der aktuell neueste und in dieser Serie vorerst letzte Schritt heißt: Laser. Das hat weniger mit dem Lichtschwert seines Vaters zu tun, als mehr mit der momentan größten Reichweite einer Lichtquelle in einem Automobil. Der BMW i8, der neue 7er und der Audi R8 LMX haben es schon drin, dieses kleine Lux-Wunder, das noch ganz am Anfang seiner Entwicklung steht und schon jetzt beeindruckende Ergebnisse liefert!

Nein, unsere Autos werden auch in Zukunft keinen gebündelten Lichtstrahl in die Nacht schleudern, mit dem sich Verkehrsschilder wie im Science-Fiction pulverisieren lassen. Eine Laserdiode sendet im Scheinwerfer einen stark gebündelten Lichtstrahl über ein System aus Spiegeln auf einen Chip mit Phosphorkristallen. Der schickt wiederum über einen Reflektor seine gleißend helle Lichtkeule in die Nacht. Dieses System ist nicht größer als eine Zigarettenschachtel und benötigt momentan 30 % weniger Energie als die ohnehin schon sehr sparsamen Fernlicht-LED-Scheinwerfer. Und wer nun aufschreit, weil er sich von „normalem“ Xenon-Licht schon geblendet fühlt, kann beruhigt aufatmen. Die Technik wird mit einer LED-Matrix kombiniert.

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Erst ab einer Geschwindigkeit von 70 km/h wird der Laserzusatz im Scheinwerfer aktiviert und das auch nur, wenn die Messelektronik vor dem Fahrzeug absolut keine Lichtquellen vom Gegenverkehr oder anderen Objekten ausmacht. Dann allerdings wird die Nacht zum Tag! 600 Meter weit reicht der Lichtkegel und lässt Schilder und Objekte aufleuchten, die gefühlt noch eine Ewigkeit weit weg sind. Diese doppelte Leuchtweite im Vergleich zu aktuellen LED-Fernscheinwerfern sorgt damit für eine hohe Sicherheit bei Nachtfahrten, gleichzeitig gestattet die kleine Bauform den Designern weitere überraschende Genialitäten in der Formgebung der Scheinwerfer.

Die aktuell leistungsstärksten Scheinwerfer kombinieren diese „Fernlicht“-Technologie mit der Matrix-LED-Technologie. Bis zu 1024 Pixel pro LED-Chip lassen sich individuell auf- oder abblenden. So kann eine leistungsfähige Messelektronik vorn im Fahrzeug entgegenkommende Autos oder andere Hindernisse und Lichtquellen erkennen und den Lichtkegel auf genau diese Personen oder Gegenstände in Millisekunden „ausblenden“. So wird niemand mehr vom Gegenverkehr geblendet und sobald die Straße frei von entgegenkommenden Fahrzeugen ist, wird ab 70 km/h wieder das Laserlicht mit 340 Lux zugeschaltet.

Verabschieden wir uns so nach und nach von der „guten alten“ Glühlampe. Die Entwicklung der neuen Technologien ist noch ganz am Anfang, liefert aber schon jetzt sagenhafte Ergebnisse. Heller, sicherer, langlebiger und sparsamer. Der momentan noch sehr hohe Preis gestattet zunächst nur einen Einbau in ebenfalls hochpreisige Fahrzeuge, aber hey – flache LED-Fernseher haben auch mal ein Vermögen gekostet und heute hat gefühlt jede Waschmaschine einen eingebaut. Das Team von Osram entwickelt mit Hochdruck die neuen Technologien weiter, damit ihr alle bald auch in den Genuss von taghellen Scheinwerfern kommen könnt. Dranbleiben!

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