Die Nächte sind noch immer sehr lang, fangen früh an und hören spät auf. Frühe Vögel sind auf den Autobahnen unterwegs, fangen Würmer und ziehen ihre Lasten zum Arbeitsplatz. Das zumeist mit kleinen oder großen Trailern, mit oder ohne Aufbau, mit oder ohne Plane – aber sehr oft vor allem ohne eine funktionierende Beleuchtung! Da gleitet man leicht verschlafen durch den dunklen Morgen, und plötzlich taucht aus dem Nichts ein langsam fahrendes Auto vor einem auf. Das ist ja noch okay, aber in dem Moment, wo die funzelnden Lampen zu erkennen sind, wird klar, dass hinten dran noch ein langer Hänger hängt – ohne Licht. Ganz ohne!

Warum sind so viele von uns dermaßen nachlässig bei der Kontrolle der Beleuchtung an den Anhängern? Vermutlich, weil wir eben nicht regelmäßig zu den Trailern hinten im Garten oder in der Garage stapfen, alles anschließen und prüfen, ob Bremslicht und Blinker funktionieren. Einfach mal so. Bei unserem Auto sind wir ständig von Licht umgeben. Viele Fahrzeuge warnen inzwischen im Cockpit, wenn irgendwo eine Lampe ausgefallen ist. Und weil wir Deutschen unsere Autos so lieben, lassen wir sie auch nicht auf „einem Auge blind“ sein. Bei Anhängern ist das anders. Die werden gern unter Zeit- oder Termindruck irgendwie an das Zugfahrzeug gekoppelt, Stecker in die Dose und ab dafür. Frühmorgens, wenn es kalt und dunkel ist. Wenn dann was nicht geht, ist das eben so, Ersatz ist jetzt und hier sowieso nicht greifbar. Oder?

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Manchmal ist für eine teilweise ausgefallene Beleuchtung auch nur ein schlechter Kontakt in der Steckdose verantwortlich. Viele Anhänger stehen Tag und Nacht draußen im Regen, die Steckdose am Auto ist meistens tief unten unter der Stoßstange angebracht und dem Wasser und dem Schmutz der Straße weitestgehend ungeschützt ausgesetzt. Da bilden sich gern Rost und Grünspan, und schon findet der Strom seinen Weg nach hinten nicht mehr. Unregelmäßig oder zu schnell tickernde Blinker sind ein untrügliches Zeichen. Hier helfen eine Säuberung der Bauteile und ein Einsprühen mit Kontaktspray. Das ist auch für Laien in 10 Minuten gemacht. Kompletter Ersatz kostet nur wenige Euro und ist in jedem besseren Supermarkt zu kaufen.

Aber auch Anschlüsse, Stecker und Kabel selbst korrodieren mit den Jahren. Besonders bei geliehenen Anhängern wird von den Kunden selten eine Rückmeldung über den Zustand gegeben, man ist im Allgemeinen froh, die Tour hinter sich zu haben. Und ach – wenn ein Blinker mal nicht geht. Oder wenn die Bremslichter hinten nicht leuchten, na und? Sollen die hinter mir eben genug Abstand halten. Nein, nein! Wer so denkt, bringt sich und andere in Lebensgefahr. Tut euch und allen anderen den Gefallen und zerlegt mal die Rückleuchten, wenn ihr einen Anhänger habt. Das sind nur wenige Schrauben. Säubert die Kontakte, bestückt alles mit frischen Lampen von Osram und schaut gleich, ob alle Kabel und Stecker noch sauber und intakt sind. Dann seid ihr bei der nächsten spontanen Anhängeraktion gut vorbereitet und erspart euch einen Unfall oder mindestens das Bußgeld.

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