Farbe im Wandel der Zeit. Schon in den 70ern blickten Autofahrer des Nachts auf farbige Armaturen. Ford war grün, Volkswagen und Opel waren weiß und Citroën war grün-bunt. Später wurden die Lampen bei Audi rot. Die bei BMW auch. Die bei VW blau. Autohersteller in der farblichen Identitätskrise? Eher nein. Da steckte schon was hinter, aber das wurde niemandem erzählt. Auch heute gucken wir bei Nachtfahrten auf bunt beleuchtete Armaturen. Was machen die eigentlich mit uns? Wir haben die prinzipielle Wirkung von Farben auf den Menschen einmal beleuchtet.

Grün
Fast alles in der Natur ist grün. Die Farbe steht für Sicherheit und Hoffnung, sie beruhigt und harmonisiert. Nicht umsonst wurden in den 70ern, als man sich mit der Wirkung von Farben auseinanderzusetzen begann, plötzlich alle Schulneubauten grün angepinselt. Hat aber nichts gebracht. Grün lindert schlimme Gefühle wie Wut, Liebeskummer und Trauer. Interessant ist, dass heute fast kein Kombiinstrument mehr in grünem Licht leuchtet. Aber was nicht mehr ist, kann ja bald wieder kommen.

Rot
Wer hat sich nicht in einem Audi oder einem BMW schon wie ein Stier gefühlt? Rot ist die Farbe der Liebe, der Leidenschaft und des Feuers. Ein selbstbewusstes Rot wirkt vital und energiegeladen, keine Frage, dass einige Hersteller ihrem Cockpit damit ein rassiges Image geben wollten und wollen. Das funktioniert auch. Ein Schelm, wer glaubt, rot würde auch aggressiv machen. Bestimmt nicht im Auto. Oder? Ob die These, eine rote Instrumentenbeleuchtung würde den Appetit anregen und Lust auf Sex machen wahr ist konnte bis zur Onlinestellung dieses Artikels nicht hinreichend bewiesen werden.

car tachometer close up

Blau
Volkswagen war plötzlich blau beleuchtet. Crazy, spacig, anders. Blau, die Farbe des Himmels, vermittelt Sehnsucht, steht aber auch für Ruhe und Vertrauen. Blaues Licht hat Nachts eine beruhigende Wirkung, trägt zur Entspannung bei und ist gut ablesbar. Angeblich füttert es aber auch die Melancholie, erhöht die Denkfähigkeit und fördert das Sprachvermögen. Vor einer guten Konversation zwischen Fahrer und Beifahrer also auf jeden Fall checken, welche Farbe die Armaturen haben.

Weiß
In Weiß sind alle Farben enthalten. Es ist schlicht, zeitlos, rein und klar. Viele Autohersteller beleuchten ihre Armaturen daher in hellen, farblosen Tönen, die lassen sich mit allem anderen kombinieren, lenken nicht von Warnlampen ab und sehen auch in 30 Jahren noch nicht „zeitgenössisch“ aus. Andererseits ist Weiß auch die Farbe von Eis und Schnee, also kühl und unnahbar. Wem es nicht gefällt – das Osram Team weiß (weiß, hihi) hier natürlich einen Rat.

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Egal, in welchen Farben euer Cockpit und eure Schalter leuchten – mit den Osram Tuning Lights lassen sich mit wenigen Handgriffen die meisten Farbcolorierungen im Inneren des Autos ändern, auffrischen und ganz neu definieren. Probiert es doch einmal aus. Und schreibt uns gern, auf welche Farbe ihr in eurem Auto guckt – und ob die was mit euch macht.

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  • Ich denke, die Motivation hinter der Farbwahl hat durchaus technische Gründe. So war das Blau in den VWs eben erst 1997 mit der blauen LED möglich. Und da es eben genau NICHT gut ablesbar (die Zahlen erschienen immer etwas unscharf), verschwand diese Mode genauso schnell wieder. Heute verwendet kein Hersteller mehr zumindest für Tachoziffern so ein tiefes Blau.
    Das Rot sollte die Augen sensibler für das Geschehen auf der nächtlichen Straße halten, ist selber auch nur mittelmäßig gut ablesbar.
    Das Weiß hat sich sicher aufgrund seines (von allen Farben unerreichten) Kontrastumfangs durchgesetzt.
    Wenn jetzt noch (sowohl bei analogen als auch virtuellen Zeigerinstrumenten) endlich die Unsitte, dass die Zeiger die anzuzeigenden Werte überdecken, aufhört…

    • Hallo Romiman,

      alles völlig richtig, danke für deine Worte. Die Ingenieure der einzelnen Hersteller probierten sich an einem Mix aus den jeweils aktuellen Möglichkeiten, nutzten aber auch den Effekt der Wiedererkennung. Dass nach späteren Erfahrungen in der Praxis einiges wieder zurück genommen wurde ist nachvollziehbar, ich finde es subjektiv betrachtet schade. Ich mochte das Blau bei VW, und ich habe 10 Jahre lang auf die roten Armaturen eines Audi V8 geguckt.

      Die Hersteller sind auf einem guten Weg. Wenn ich mir die Instrumente eines Citroen XM angucke, die ich erst einmal „lesen lernen“ muss… Leider leidet heute auch ein bisschen die Individualität der Cockpits. Aber im Sinne von Lesbarkeit und Sicherheit ist das wohl kein Argument mehr. Schade.

      Beleuchtete Grüße
      Jens