Sprechen wir über Fahrtrichtungsanzeiger, umgangssprachlich auch „Blinker“ genannt. Blinker, das sind diese Dinger zumeist an den vier Ecken des Fahrzeugs, die mehr als die Hälfte der heutigen Autofahrer nicht mehr kennen und dementsprechend nicht mehr benutzen. Dabei sind sie so schön. Innerhalb der Großstadt und manchmal auch auf dem flachen Land begegnen uns derart viele Varianten, dass man sich die Frage stellt, ob in Deutschland wirklich alles so klar vorgeschrieben und geregelt ist? Doch. Ist es. Aber hier und da lassen sich die Regeln offensichtlich freizügig interpretieren, deshalb zeigen wir euch in einer kleinen Serie sowohl ein paar „No-Gos“ als auch formschöne Alternativen zur handelsüblichen Blinkerlampe. Klick, klack, klick, klack …

Alles ist vorgeschrieben, für alles gibt es in unserem Land Regeln. Sie erschöpfend aufzuzählen, würde an dieser Stelle langweilen, aber nur so viel: Beim Blinker an einem Auto gibt es klare Regeln über die Farbe (orange), die Blinkfrequenz (90-mal aufleuchten pro Minute +/- 30-mal), die Anzahl der Lampen (meist fahrzeuglängenabhängig), die Abstände von der Straße, der Außenseite des Autos, von anderen Leuchten und, und, und.

Anfang des vergangenen Jahrhunderts waren die mechanischen Winker noch sehr populär, Ende der 1950er-Jahre setzten sich aber blinkende Leuchten durch. Noch bis Ende der 1960er-Jahre durften die auch in Deutschland hinten rot sein, und bei vielen importierten US-Cars wechselten sich das Brems- oder Rücklicht mit dem Blinklicht ab. Inzwischen gibt es viele Varianten, wie das „orange Licht“ die Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer auf sich ziehen soll. Bei manchen Modellen ist es als LED-Leiste unter oder über dem Scheinwerfer angebracht, bei anderen läuft es von innen nach außen in die Richtung, in die abgebogen werden will. Neben dem Scheinwerfer, ins Scheinwerfergehäuse integriert oder dort, wo es eben noch erlaubt ist – die Designer kennen da fast keine Grenzen und gestalten in jedem neuen Modell etwas, was möglichst noch anders als alles bisher Dagewesene ist. Dabei sind es doch nur Blinker.

Anpassung_Bild_846x530

Aber diese „nur“ Blinker können in ihren verschiedenen Formen wunderschön aussehen. Je nach Geschmack, versteht sich. Manche mögen lieber gelbe Reflektoren, andere lieber orange gefärbte Lampen. Das eine oder andere Licht aus der Tuning-Szene sieht auf den ersten Blick grün oder blau aus und offenbart sein wahres Gesicht erst beim Blinken. Zauberei? Nein, gekonnter Umgang mit der Farbenlehre. So hat OSRAM in Zusammenarbeit mit dem Heckleuchtenspezialist odelo jetzt erstmals OLED in Rückleuchten in Serie gebracht. Da müssen sich die Lämpchen aus den 1960er-Jahren sehr warm anziehen.

Am Ende des Tages ist der Mensch ein Gewohnheitstier. An das Klick-klack aus dem Armaturenbrett haben wir uns so sehr gewöhnt, dass wir es nicht missen wollen. Dabei sind es heute nicht mehr immer Relais, die dieses Klacken produzieren. Elektronische Schaltkreise erledigen mit Kippstufen das Ein- und Ausschalten der Lampen, aber da wir was hören wollen, klackt im selben Rhythmus eben ein Lautsprecher für uns. Alles ist gut. So können wir innen im Auto auch hören, dass draußen was blinkt. Und wie schön oder wie nicht schön im gesetzlichen Rahmen das aussehen darf und kann, zeigen wir in den kommenden Wochen.

Was blinkt denn bei euch so? Zeigt es uns!

 

Kommentieren Sie diesen Artikel

*Pflichtfelder