Entwicklung von Osram eröffnet dem Design neue Möglichkeiten.

OLEDs sind das nächste große Ding beim Autolicht. Und das nächste noch größere Ding sind flexible OLEDs. In einer gemeinsam von Audi, Hella und Osram entwickelten Heckleuchte zeigen sie schon mal, was in dieser Technik steckt.

Die OLED verwirrt manche Leute. Obwohl drei von vier Buchstaben mit der nun schon fast klassischen LED identisch sind, handelt es sich um unterschiedliche Technologien. Allerdings erzeugen beide das Licht aus Halbleitern. Etwas kompliziert wird das Ganze, da es noch einen Unterschied zwischen normalen und flexiblen OLEDs gibt.

Doch schon vor den ersten Serienanwendungen begeistert sie die Designer. Eine Lichtquelle, die praktisch wie eine Folie eingesetzt werden kann, ist ein Traum für die Gestalter. Noch dazu lässt sich die Folie transparent gestalten.

Warum es mit beiden OLED-Arten so lang dauert? In Fernsehern und in Handys gibt es sie ja schon. Das liegt an den Anforderungen im Auto. Sie sind um einiges brutaler als bei Geräten der Unterhaltungselektronik. Welcher Fernseher muss im Wohnzimmer schon bei minus 30 Grad funktionieren? Oder bei plus 60? Auch an der Lebensdauer , die bei OLEDs deutlich kürzer ist als bei LEDs – arbeiten die Entwickler von Osram intensiv.

Diese Rückleuchte ist eine kleine Sensation: Das Licht kommt aus flexiblen OLEDs von Osram. Die Designer sind von den Möglichkeiten begeistert.

 

Ein großes Stück sind sie schon weiter gekommen. Zusammen mit Audi, dem Leuchtenhersteller Hella und anderen Unternehmen arbeiten sie an einem vom deutschen Bundesforschungsministerium unterstützen Projekt. Ein Ergebnis ist eine Rückleuchte, deren sämtliche Lichtfunktionen aus nur zwei geformten flexiblen OLED-Modulen bestehen. Keine Reflektoren oder andere optische Elemente sind notwendig. Natürlich würde der Prototyp die lichttechnischen Anforderungen der Zulassungsvorschriften erfüllen.

Es bleibt spannend, was die OLED-Technik noch bringen wird. Eines jedoch wohl nicht: Scheinwerfer. Die dafür notwendigen hohen Lichtströme können sich die Entwickler nicht vorstellen.

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