Bald ist es soweit: Die Ferien beginnen, vollbepackte Autos setzen sich in Bewegung und Medien veröffentlichen lange Tabellen über Länder mit Lichtpflicht auch am Tag, verbunden mit Hinweisen auf Strafen bei Vergehen. Wir aber wollen nicht die Gedanken an den Urlaub mit öden Hinweisen auf Bußgelder vergällen. Denn besser als langatmige Erklärungen zu Ländern, gegebenenfalls betroffenen Straßen und Zeiten ist der schlichte Tipp: Immer und überall mit Licht fahren! Es erspart Verdruss und Diskussionen mit Polizisten. Gut für die Sicherheit ist es auch.

Nun ist aber klar, dass dieser Rat vornehmlich bei älteren Autos oft nicht so einfach umzusetzen ist – neuere haben ja serienmäßig eine Lichtautomatik. Der Griff zum Schalter ist beim Losfahren leicht vergessen und wenn zumindest Teile der Beleuchtung am Ziel eingeschaltet bleiben, ist das auch nicht gut. Was lässt sich da machen? Wir haben sechs Lösungen parat, die zwischen null und ein paar hundert Euro kosten.

Praktisch geschenkt ist der Post-it-Zettel mit dem Wort „Licht“ im Cockpit.

Deutlich technischer sind universelle Nachrüstsätze für eine Tagfahrlichtschaltung. Sie bestehen aus einem Relais, ein paar Kabeln und einer zumeist für das eigene Auto nicht sonderlich hilfreichen – weil eben universellen – Einbauanleitung. Diese in der Größenordnung von zehn bis 20 Euro liegenden Sätze sorgen dafür, dass das Abblendlicht automatisch mit der Zündung eingeschaltet wird.

Elegant ist die Original Tagfahrlichtschaltung des Autoherstellers, die dieser zum Beispiel für die skandinavischen Länder vorgesehen hat. Weil Finnen und Schweden schon seit über 40 Jahren immer mit Licht unterwegs sind, gibt es solche Lösungen auch für die meisten älteren Modelle. Leider wissen die Händler oft nichts davon. Je nach Modell besteht der Umbausatz aus anderen Lichtschaltern, Relais oder einem kleinen Kabelbaum. Manche Autos skandinavischer Hersteller lassen sich mitunter sogar einfach auf Lichtautomatik umschalten. Das geht dann mit einem kleinen Schraubenzieher am Lichtschalter. Diese Methode kostet nichts; ansonsten ist die Originalschaltung für 50 bis 100 Euro zu haben.

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Modern ist die „Ausrüstung“ mit einer Tagfahrlichtschaltung über die Software, was bei Modellen ab etwa der Jahrtausendwende oft möglich ist. Die Werkstatt flasht dabei die Lichtfunktion für jene Länder. Die Software kann auch ein paar Euro kosten.

Stylish sind manche nachgerüsteten Tagfahrleuchten. Heute arbeiten nahezu alle mit LEDs. Das Angebot ist riesig; die Qualitätsunterschiede sind es auch. Oft mangelt es an Robustheit gegenüber Wasser und anderen Grausamkeiten am Einbauplatz. Nachrüstsätze von den großen Herstellern von Autolicht-Komponenten sind erste Wahl. So bieten beispielsweise die Tagfahrleuchten von Osram starken Schutz vor Umwelteinflüssen – und optimales Licht sowieso. Gute Nachrüstleuchten hat der Handel ab 80 Euro im Sortiment.

Praktisch ist die Kombination von Tagfahrleuchte und Nebelscheinwerfer. Hat das Auto noch kein spezielles Licht für dicke Suppe, schlägt das LEDriving Fog-Set von Osram zwei Fliegen mit einer Klappe. Kostenpunkt: 299 Euro (UVP inkl. MwSt).

 

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