Murphy´s Law, kroatische Polizisten und die Ersatzlampe
Polizeikontrolle in Kroatien: Zu schnell gefahren? Nein. Führerschein oder Fahrzeugpapiere vergessen? Nein. Warndreieck und Erste-Hilfe-Box vergessen? Nein. Reservelampen an Bord? Wie bitte? In der Tat gilt in etlichen europäischen Ländern die weitgehend unbekannte Pflicht, Ersatzlampen für die Fahrzeugbeleuchtung mitzuführen. In Spanien, Montenegro, Mazedonien und Serbien gilt eine generelle Ersatzlampenpflicht, in Kroatien, Slowakei und Russland sind Xenon- und LED-Lampen davon ausgenommen. Bei Verstoß gegen die Regelung ist eine empfindliche Geldbuße die Folge. Frankreich, die Niederlande, Ungarn, Polen und Slowenien empfehlen Automobilisten die Mitnahme. In allen anderen Ländern gibt es weder Pflicht noch Empfehlung, so auch in Deutschland.
Natürlich macht eine generelle Pflicht wenig Sinn, wenn heute viele Fahrzeuge mit LED- oder Xenon-Systemen ausgestattet sind und ein Lampenaustausch gar nicht möglich ist. Aber für Halogenlicht ist die Mitnahme von Ersatzlampen eine gute Sache. Denn gemäß Murphy´s Law fällt eine Lampe genau dann aus, wenn es am wenigsten passt. Und jeder Defekt an der Lichtanlage eines Fahrzeugs ist eine Gefahrenquelle beim Fahren in der Dunkelheit oder auf schlecht beleuchteten Straßen.
Eine einfache Lösung bietet OSRAM. Statt des Kaufs von Einzellampen gibt es die kompakte OSRAM Ersatzlampen-Box für Autos oder Motorräder. Sie enthält eine gängige Hauptscheinwerferlampe (H4, H7 oder H1), die fünf wichtigsten Signallampen für Blinker oder Bremslicht sowie drei Flachsicherungen und entspricht damit allen gesetzlichen Anforderungen, auf die man im Europa der vielfältigen Gesetze treffen kann.
ECE: Grosses E, grosse Vorteile
Die Autobeleuchtung ist stark reglementiert. Praktisch alles, was nach draußen wirkt, muss ein E-Zeichen tragen. Dieses runde Symbol mit einem großen E und einer kleinen Zahl ist das Zulassungszeichen der ECE.
Autofans und Teilehändler klagen mir mitunter über die vermeintliche Gängelei aus Brüssel. Doch das ist gleich doppelt ungerecht. Die ECE hat mit der EU nur wenig zu tun. Sie ist eine UN-Unterorganisation und älter als die EU. Die Economic Commission for Europe sitzt in Genf, außerhalb der Europäischen Union.
Lichtgrenzen im grenzenlosen Europa
Kürzlich hatte ich das Vergnügen innerhalb von zwei Tagen von Norditalien über Österreich quer durch Deutschland nach Skandinavien zu fahren. Da übersieht man im nahezu grenzenlosen Schengen-Europa als Autofahrer schon mal den Grenzübertritt. Was einem jedoch schnell ins Auge fällt, ist, dass es trotz Schengen & Co. europaweit gänzlich unterschiedliche Regelungen für den Einsatz der Fahrzeuglichter am helllichten Tag gibt.
In Italien gilt die so genannte Tagfahrlichtpflicht, wundervolles Beamtendeutsch, außerhalb von Ortschaften und auf Autobahnen. Und der Italiener hält sich, ähnlich wie beim Rauchverbot, ohne große Ausnahmen daran. Aber kaum überquerte ich die Grenze nach Österreich ließ die Lichtdichte nach. Kein Wunder. Zwar galt hier von 2005 bis 2007 besagte Pflicht, wurde aber 2008 wieder abgeschafft. Angeblich weil mehr Licht mehr Unfälle verursacht hat, da Fußgänger und Radfahrer schlechter erkannt werden. Aber es ist nicht verboten, mit dem Abblendlicht oder speziellen Tagfahrlichtern tagsüber unterwegs zu sein. Und da immer mehr Fahrzeuge mit Tagfahrlichtern ausgestattet sind und viele Automobilisten nicht der Regierungslogik folgen wollen, sieht man durchaus zahlreiche Fahrzeuge mit Licht. (weiterlesen…)
Licht gehört auf die Straße
Dieser Tage, auf dem Parkplatz eines großen Ladens für Autozubehör: Ein Mann steht vor seinem sportlichen Mittelklassemodell und betrachtet verzückt das violette Licht seiner Scheinwerfer. Er sieht zufrieden aus, vermutlich mit dem Kauf und gerade beendeten Einbau neuer Lampen.
Ich wäre es an seiner Stelle nicht gewesen. Denn aufrecht in nur drei oder vier Meter Entfernung vor der Motorhaube stehend, sollte vom Licht eigentlich gar nicht viel zu sehen sein. Es gehört nämlich auf die Straße und nicht in die Regionen über den Scheinwerfern. Alles, was nach oben abstrahlt, ist eigentlich verlorenes Licht. Die Techniker nennen es Streulicht und versuchen es weitgehend zu vermeiden.



