Es werde Licht – aber bitte auf der richtigen Seite
England als (leuchtendes) Vorbild? Dem würden viele Kontinentaleuropäer sicher nicht so pauschal zustimmen. In Sachen Autolicht gilt das jedoch in jedem Fall: Britische Fahrer wissen im Gegensatz zu den meisten Franzosen, Deutschen oder Italienern, was zu tun ist, wenn sie vom heimischen Links- auf unseren Rechtsverkehr wechseln. Sie stellen ihre Scheinwerfer um beziehungsweise kleben sie fachgerecht ab.
Denn Abblendlicht erhellt die Straße immer asymmetrisch: Der Fahrbahnrand wird weiter ausgeleuchtet als die Mitte. Das vermeidet eine Blendung des Gegenverkehrs und verbessert die Sicht auf entfernt stehende Schilder. Auch Fußgänger, Radler oder Wild am Fahrbahnrand erkennen Sie so früher. Bei Rechtsverkehr wird dementsprechend die rechte Seite stärker ausgeleuchtet, bei Linksverkehr die linke.
Andere Länder, andere Lichter: Grossbritannien
Die Briten hängen zäh an ihrem Linksverkehr. Die Scheinwerfer kontinentaleuropäischer Autos blenden wegen der für Rechtsverkehr ausgelegten asymmetrischen Lichtverteilung, wenn sie nicht für die andere Straßenseite angepasst sind. Oft muss dazu ein Teil mit Folie abgeklebt werden. Einige wenige Scheinwerfer lassen sich umstellen. Auffällig ist auch noch das gedimmte Abblendlicht, mit dem viele Autos in Großbritannien am Tag fahren.
Zum Thema „asymmetrische Lichtverteilung und Linksverkehr“ bringen wir hier im Blog in den nächsten Wochen übrigens nochmals einen ausführlicheren Beitrag.


