OSRAM

DIE OLED FÜRS AUTO WIRD ERWACHSEN

05.
Sep
2013

Dr. Karsten Diekmann ist sich sicher: Schon in zwei Jahren könnten die ersten Autos mit OLED-Lichttechnik auf der Straße sein. Nach den Worten des Leiters der OLED-Produktentwicklung und des Marketings bei Osram in Regensburg ist das Unternehmen ein großes Stück weiter auf dem Weg zur Serienreife für Autoanwendungen gekommen. „Schon im vergangenen Jahr haben wir Rekorde bei der Temperaturfestigkeit und Lebensdauer aufgestellt. Die haben wir jetzt noch übertroffen“, sagte er uns. Bei der Widerstandsfähigkeit gegen hohe Temperaturen und Umwelteinflüsse wie Schmutz und Streusalz sind die Anforderungen der Autoindustrie extrem hoch – deutlich höher als bei Geräten der Unterhaltungselektronik, in der OLED bereits eingesetzt wird.Bremsleuchte Blinker an

OLED steht für organische Licht emittierende Dioden. Sie sind eine neue Art von leuchtenden Halbleitern, die mit der klassischen LED nicht viel gemein haben. Es handelt sich um eine dünne, leuchtende Fläche. Das hat beispielsweise in Heckleuchten große Vorteile. Aktuelle Lichtquellen wie Glühlampen, aber auch die normale LED, geben ein mehr oder weniger punktförmiges Licht ab. Schluss- und Bremslichter sollen jedoch flächig leuchten und eine Menge optischer Tricks sind notwendig, um das punktförmige Licht passend zu machen. Die OLED leuchtet von vornherein flächig.

Rückleuchte Blinker an

In einem neuen Prototyp einer Heckleuchte zeigt Osram, was die OLED-Technik im Auto kann. Bild: Osram

In einer Heckleuchte zeigt Osram jetzt auch, was die OLED-Technik kann. „Wir haben alle wesentlichen Lichtfunktionen in der neuen Technologie realisiert“, sagt Diekmann. Dazu gehören auch  Bremslicht und Blinker, die in punkto Helligkeit besondere Ansprüche stellen. Diese erfüllt der neueste Prototyp von Osram ebenso selbstverständlich wie alle gesetzlichen Vorschriften.

Bei so viel Technik kommt das Design nicht zu kurz, denn gerade dafür bietet die OLED-Technik bislang ungeahnte Möglichkeiten. „Eine OLED muss weder rechteckig, noch quadratisch oder rund sein“, betont Diekmann. Designer werden ihre im wahrsten Sinne des Wortes helle Freude an leuchtenden Emblemen mit charakteristischen Formen haben.  Für die Zukunft stehen auch Features wie Transparenz oder Flexibilität auf der Roadmap. „Ein Beispiel wäre die dritte Bremsleuchte, die in die Heckscheibe integriert werden könnte.“

Großen Nutzen versprechen OLED auch bei der Beleuchtung des Innenraums, z.B. bei Schminkspiegelleuchten oder Leseleuchten. Hier dürften erste Applikationen auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

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