OSRAM

Futuristische Spielwiese für Lichttüftler

29.
Sep
2011

Audis Präsenz war einer der absoluten Besuchermagnete dieser IAA: Der Ingolstädter Autohersteller war nicht in einer der Frankfurter Messehallen einquartiert, sondern hatte sich seinen eigenen, monumentalen Showroom errichtet, mitten auf der „Agora“, dem zentralen Platz des IAA-Geländes. Hatte man es durch die dichtgedrängt stehenden Auto-Fans in die Audi-Welt hinein geschafft, trieb der Strom der Besucher einen fast unaufhaltsam auf eines der – im wahrsten Sinne des Wortes – High-Lights zu: auf den neuen A2 concept. Die Kleinwagen-Studie wurde in Frankfurt erstmals vorgestellt. Sie steckt voller technischer Innovationen, auch beim Thema Licht, das uns natürlich am meisten interessiert.

Es wirkt so, als hätten sich Tüftler und Ingenieure bei der Beleuchtung besonders austoben dürfen. Die Scheinwerfer des A2 sind eine Art Next-Generation-LED, „Matrix Beam“ genannt. Die Leuchtdioden sind in einem Bündel übereinander verbaut, und das Licht lässt sich über so genannte Mikroreflektoren sehr präzise ausrichten. Wie bei LEDs üblich, kann man Dioden getrennt zu- und abschalten, um die Straße in jeder Situation optimal auszuleuchten.  Außerdem soll es komplett blendfrei sein – was jedoch nicht neu ist, sondern beim VW Touraeg (mit Xenon) schon erprobte Praxis.

Das Tagfahrlicht unterhalb des Scheinwerfers besteht ebenfalls aus Leuchtdioden (wie schon bei einigen Audi-Modellen gesehen), genauso wie das futuristisch anmutende, einige Zentimeter hohe Leuchtband unterhalb der Fensterkante. Ist das Auto geparkt, erscheint das Band schwarz. In der Fahrt schaltet es dann in helles Orange, beim Blinken pulsiert es auf der jeweiligen Seite, und wenn man bremst, erscheint zur Warnung ein roter Lichtimpuls. Blau kann das Band auch leuchten, und zwar, wenn sich der Besitzer (oder zumindest der Besitzer des Schlüssels) nähert – wobei das Prinzip bereits von zahlreichen Fahrzeug-Herstellern bekannt und gerade in den USA populär ist. Grün wäre noch schön, damit an Ampeln der Hintermann sieht, wann es weiter geht. Aber so weit geht die Spielerei dann doch nicht.

Auch die Rückleuchten heißen in Ingolstadt „Matrix Beam“. Über einen Sensor analysieren sie zuverlässig die Lichtverhältnisse und passen die Leuchtkraft entsprechend an. „Adaptives“ Leuchten nennt sich das Prinzip. Das Nebelschlusslicht basiert statt auf LEDs auf Laserdioden. Bei guter Sicht ist ihr Licht – wie bei Nebelschlussleuchten vorgeschrieben – nicht erkennbar. Ist es dagegen neblig, trifft der Laser auf Wasserpartikel in der Luft und auf der Straße und wird somit sichtbar. Statt einfach nur rot zu leuchten, bilden die Dioden ein komplettes, rotes Warndreieck auf der Straße ab.

Ein finales Licht-Schmankerl steckt im Glasdach: Es lässt sich verdunkeln oder klar schalten. Das geschieht zwar nicht mittels LED oder Laser, sondern durch profane Elektrik. Neu ist auch das nicht, aber optisch eindrucksvoll irgendwie schon.

Unser Fazit: Viele Spielereien stecken drin im A2 concept. Manche sind neu, andere kennen wir schon von bekannten Fahrzeug-Konzepten. Welche der Details Audi tatsächlich realisiert, sehen wir 2016, wenn die Produktion des neuen A2 anlaufen soll.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

*

 
© 2016, by OSRAM GmbH. All rights reserved.